WESTbahn Management GmbH

Thema: WESTbahn Management GmbH  (Gelesen 3103 mal)

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Offline Ezekiel

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Antw:WESTbahn Management GmbH
« Antwort #440 am: 28.05.2017, 17:27:32 »
🤔 wieso du (oder jemand anderes)  wieso die nur "kurze" bestellt haben?
Meines wissens können die "langen" ja sowieso auf der Weststrecke im Doppel fahren.
Vermutlich finanzielle Gründe. Das man mit 12 Wagen fahren kann ist ja schön und gut, aber wenn die nur zu 75% ausgelastet sind hat es ja wenig Sinn! Mit den neuen Garnituren ist man dann flexibel und kann bedarfsorientiert mit 4, 6, 8 (4+4), 10 (6+4) oder 12 (6+6 bzw. vermutlich auch 4+4+4) Wagen fahren. Übrigens wurde auch noch eine Garnitur mit 6 Wagen bestellt.

Bezüglich Änderungen im Innenraum:
- alle Mittelwagen haben jetzt an einem Ende zwei Toiletten und am Anderen ein Bistro
- ein Endwagen hat im Oberdeck eine Einrichtung die weitgehend den der Mittelwagen entspricht
- der andere Endwagen hat im Oberdeck eine 2+1 Bestuhlung wie in einer "echten" ersten Klasse

Deutlich gravierende Änderungen gibt es aber bei den Wagenkästen

PDF vom Hersteller: https://wwwstadlerrailcom-live-01e96f7.s3-eu-central-1.amazonaws.com/filer_public/f3/8c/f38c81aa-9935-49c6-afe6-f4e123b95d3a/kiss_dowbz0110d.pdf

Offline 58er

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« Antwort #441 am: 28.05.2017, 17:33:54 »
Ist es überhaupt möglich "spontan" die Ganituren zu tauschen?
Wie berechnet die ÖBB überhaupt wenn die einzelnen Triebzüge vom Bahnhof zu ihren Standplätzen fahren?
Was ich gehört habe die Züge sollen über einen Stromzähler verfügen aber der rest?

Offline Ezekiel

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« Antwort #442 am: 05.06.2017, 12:45:12 »
Die Westbahn hat am 1.6.2017 einen planmäßigen Zug ausfallen lassen um einen bezahlten Sonderzug für Rapid Wien führen zu können.

Quelle: https://www.facebook.com/WESTbahnGmbH/photos/a.419449926616.197575.413230466616/10155388661731617/?type=3&theater und https://www.facebook.com/WESTbahnGmbH/posts/10155388263951617

Offline Pantograf

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« Antwort #443 am: 07.06.2017, 01:44:08 »
Die Westbahn hat am 1.6.2017 einen planmäßigen Zug ausfallen lassen um einen bezahlten Sonderzug für Rapid Wien führen zu können.

Quelle: https://www.facebook.com/WESTbahnGmbH/photos/a.419449926616.197575.413230466616/10155388661731617/?type=3&theater und https://www.facebook.com/WESTbahnGmbH/posts/10155388263951617

Das man den für einen bezahlten Zug einen planmäßigen Zug ausfallen hat lassen, stimmt so nicht ganz. Das Gerücht dürfte sich trotz Erklärungen der Westbahn hartnäckig halten. Eine Garnitur ist ausgefallen und darum kam es zu dem Ausfall dieser Garnitur. Das hatte gar nicht´s mit dem Sonderzug zu tun.

Offline Ezekiel

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« Antwort #444 am: 07.06.2017, 12:59:57 »
Das man den für einen bezahlten Zug einen planmäßigen Zug ausfallen hat lassen, stimmt so nicht ganz. Das Gerücht dürfte sich trotz Erklärungen der Westbahn hartnäckig halten. Eine Garnitur ist ausgefallen und darum kam es zu dem Ausfall dieser Garnitur. Das hatte gar nicht´s mit dem Sonderzug zu tun.
Wo gibt es denn die entsprechende Erklärung? Auf Facebook haben sie ja quasi bestätigt, dass sie Züge ausfallen lassen wenn sie mit Sonderzügen mehr Gewinn machen!
Zitat von: Westbahn auf Facebook
Wenn es Außerplanmäßiges gibt, etwa eine Garnitur aus technischen Gründen ausfällt oder anders eingesetzt wird, müssen wir Zug 950 aus dem Tagesablauf nehmen.

Offline Pantograf

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« Antwort #445 am: 07.06.2017, 14:38:22 »
Das sagt aber noch lange nichts darüber aus wo die Garnitur eingesetzt war. Am selben Tag ist aufjedenfall eine Garnitur schadhaft geworden. Leider habe ich da keinen Überblick über die Auslastung, kann mir aber vorstellen das der 950er ein etwas schwächer ausgelasteter Umlauf ist und man ihn dadurch ausfallen hat lassen. Soll jetzt keine Entschuldigung dafür sein, aber Geld regiert eben die Welt. Und wenn andere Umläufe voll bis auf die Decke sind, und der 950er grad mal die hälfte davon hat, würde ich diesen Umlauf auch "saußen" lassen.

Online abc

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« Antwort #446 am: 07.06.2017, 14:42:19 »
Das man den für einen bezahlten Zug einen planmäßigen Zug ausfallen hat lassen, stimmt so nicht ganz. Das Gerücht dürfte sich trotz Erklärungen der Westbahn hartnäckig halten. Eine Garnitur ist ausgefallen und darum kam es zu dem Ausfall dieser Garnitur. Das hatte gar nicht´s mit dem Sonderzug zu tun.
Wo gibt es denn die entsprechende Erklärung? Auf Facebook haben sie ja quasi bestätigt, dass sie Züge ausfallen lassen wenn sie mit Sonderzügen mehr Gewinn machen!
Zitat von: Westbahn auf Facebook
Wenn es Außerplanmäßiges gibt, etwa eine Garnitur aus technischen Gründen ausfällt oder anders eingesetzt wird, müssen wir Zug 950 aus dem Tagesablauf nehmen.

So läuft halt die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Man suche sich die stärkste Strecke des Landes aus, betreibe diese nur zu den stärksten Zeiten (tagsüber) und nehme auf Grundlage dieser Vorteile geringere Fahrpreise. Und wenn dann anderswo mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten mehr Geld zu verdienen ist, lasse man einfach eine Fahrt ausfallen.

Genau so muss es laufen!

Offline Ezekiel

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« Antwort #447 am: 07.06.2017, 15:09:11 »
Das sagt aber noch lange nichts darüber aus wo die Garnitur eingesetzt war. Am selben Tag ist aufjedenfall eine Garnitur schadhaft geworden. Leider habe ich da keinen Überblick über die Auslastung, kann mir aber vorstellen das der 950er ein etwas schwächer ausgelasteter Umlauf ist und man ihn dadurch ausfallen hat lassen. Soll jetzt keine Entschuldigung dafür sein, aber Geld regiert eben die Welt. Und wenn andere Umläufe voll bis auf die Decke sind, und der 950er grad mal die hälfte davon hat, würde ich diesen Umlauf auch "saußen" lassen.
Sind schon die ersten neuen Fahrzeuge im Betrieb? Ansonsten geht sich die Geschichte mit dem schadhaften Zug schon rein mathematisch nicht aus.

Offline 38ger

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« Antwort #448 am: 07.06.2017, 15:17:52 »
Das sagt aber noch lange nichts darüber aus wo die Garnitur eingesetzt war. Am selben Tag ist aufjedenfall eine Garnitur schadhaft geworden. Leider habe ich da keinen Überblick über die Auslastung, kann mir aber vorstellen das der 950er ein etwas schwächer ausgelasteter Umlauf ist und man ihn dadurch ausfallen hat lassen. Soll jetzt keine Entschuldigung dafür sein, aber Geld regiert eben die Welt. Und wenn andere Umläufe voll bis auf die Decke sind, und der 950er grad mal die hälfte davon hat, würde ich diesen Umlauf auch "saußen" lassen.
Sind schon die ersten neuen Fahrzeuge im Betrieb? Ansonsten geht sich die Geschichte mit dem schadhaften Zug schon rein mathematisch nicht aus.

Vermutlich nicht, denn sonst würde der "WESTbahn-Shuttle" auf der Strecke Hauptbahnhof - Meidling - Westbahnhof ja bereits in Betrieb genommen worden sein. War ursprünglich ja für 1. Juni angekündigt, allerdings nicht sonderlich beworben, weil man sich die Blamage ersparen wollte, dass die Züge bis dahin evtl. noch nicht zugelassen worden sein könnten. Offensichtlich hatte man diese Befürchtung zu Recht ...

Offline 58er

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« Antwort #449 am: 07.06.2017, 15:45:12 »
Zitat
So läuft halt die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Man suche sich die stärkste Strecke des Landes aus, betreibe diese nur zu den stärksten Zeiten (tagsüber) und nehme auf Grundlage dieser Vorteile geringere Fahrpreise.
Ja und? In anderen Länder funktioniert das auch! In Italien sind die Züge trotzt Italo und Trenitalia gesteckt voll.  🤔
Kann es nicht villeicht sein das es auch andere Gründe hat wieso andere Strecken nicht gut ausgelastet sind wie fehlende Anschlüsse oder ein ein schlechter Takt?
Zitat
Und wenn dann anderswo mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten mehr Geld zu verdienen ist, lasse man einfach eine Fahrt ausfallen.
Hast du beweise zu den Gerüchten?

Hat niemand von den Eisenbahn hasser ein Foto von den Zug auf freier strecke gemacht das man sieht welcher das war?
Laut der Westbahn soll es sich dabei um einen der neuen Züge gehandelt haben.

Offline Pantograf

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« Antwort #450 am: 07.06.2017, 16:15:47 »
Zitat
So läuft halt die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Man suche sich die stärkste Strecke des Landes aus, betreibe diese nur zu den stärksten Zeiten (tagsüber) und nehme auf Grundlage dieser Vorteile geringere Fahrpreise.
Ja und? In anderen Länder funktioniert das auch! In Italien sind die Züge trotzt Italo und Trenitalia gesteckt voll.  🤔
Kann es nicht villeicht sein das es auch andere Gründe hat wieso andere Strecken nicht gut ausgelastet sind wie fehlende Anschlüsse oder ein ein schlechter Takt?
Zitat
Und wenn dann anderswo mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten mehr Geld zu verdienen ist, lasse man einfach eine Fahrt ausfallen.
Hast du beweise zu den Gerüchten?

Hat niemand von den Eisenbahn hasser ein Foto von den Zug auf freier strecke gemacht das man sieht welcher das war?
Laut der Westbahn soll es sich dabei um einen der neuen Züge gehandelt haben.

Ich weiß zwar nicht von wo die Westbahn das her hat. Es handelte sich um einen "älteren" Zug der Westbahn.
Es war der 4010 005-5

Offline Ezekiel

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« Antwort #451 am: 07.06.2017, 16:58:52 »
Hast du beweise zu den Gerüchten?

Hat niemand von den Eisenbahn hasser ein Foto von den Zug auf freier strecke gemacht das man sieht welcher das war?
Laut der Westbahn soll es sich dabei um einen der neuen Züge gehandelt haben.
Ich habe oben ein Zitat der Westbahn verlinkt das wohl eindeutig aussagt, dass sie zumindest theoretisch dazu bereit sind den Zug 950 ausfallen zu lassen, wenn die Garnitur wo anders mehr Geld bringt. Ob das in dem konkreten Fall so war wird hier ja gerade diskutiert ...

Hast du selbst eine Quelle dafür? Außerdem bezeichne bitte nicht andere User als "Bahnhasser" nur weil sie ein konkretes Unternehmen mit einer nachvollziehbaren Begründung kritisieren.

Offline 58er

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« Antwort #452 am: 07.06.2017, 17:07:43 »
 😀 Ich spreche von Leute die in anderen Foren immer Nettigkeiten austauschen.  🙄
Zitat
Hast du selbst eine Quelle dafür?
Ich habe vor längerer Zeit mal auf Facebook gefragt aber ob es stimmt wusste ich nicht deswegen auch ein Foto (beweis) um was für eine Garnitur es sich handelte.
Keine ahnung ob es stimmte.

Wäre es möglich das die Westbahn wenn alle bestehenden Züge funktionieren einen Zug abzuziehen?
Wenn ja dann hätte es ja sein können das einer Schadhaft geworden ist und somit ausfiel und wenn wir mal zynisch sein wollen das schon ein wenig länger bekannt gewesen wäre.

Online abc

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« Antwort #453 am: 07.06.2017, 17:54:50 »
Zitat
So läuft halt die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Man suche sich die stärkste Strecke des Landes aus, betreibe diese nur zu den stärksten Zeiten (tagsüber) und nehme auf Grundlage dieser Vorteile geringere Fahrpreise.
Ja und? In anderen Länder funktioniert das auch! In Italien sind die Züge trotzt Italo und Trenitalia gesteckt voll.

Ja, die ÖBB machen ihre Sache viel schlechter als die italienischen Bahnen, das zeigt auch die Statistik - bei mit der Bahn zurückgelegten Personenkilometern pro Einwohnern liegt Österreich deutlich vor Italien:
http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/File:Rail_passenger_transport,_2014_(%C2%B9)_(passenger-km_per_inhabitant)_YB16-de.png

Auch der Modal Split bestätigt die furchtbare Unternehmenspolitik der ÖBB und den Erfolg der großartigen italienischen Bahnen:
http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/File:Modal_split_of_inland_passenger_transport,_2013_(%C2%B9)_(%25_of_total_inland_passenger-km)_YB16-de.png

Ups.

Kann es nicht villeicht sein das es auch andere Gründe hat wieso andere Strecken nicht gut ausgelastet sind wie fehlende Anschlüsse oder ein ein schlechter Takt?

Vielleicht sollte man persönliche Erlebnisse auf italienischen Hauptbahnen nicht mit denen auf österreichischen Nebenbahnen am späten Abend vergleichen... oder zumindest mal in eine leicht googlebare Statistik schauen, bevor man Behauptungen aufstellt.

Hast du beweise zu den Gerüchten?

Für mein Argument reicht völlig die facebook-Aussage der Westbahn aus, die ezekiel zitiert hat:

Zitat
Wenn es Außerplanmäßiges gibt, etwa eine Garnitur aus technischen Gründen ausfällt oder anders eingesetzt wird, müssen wir Zug 950 aus dem Tagesablauf nehmen.

Offline 58er

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« Antwort #454 am: 07.06.2017, 18:40:52 »
Zitat
das zeigt auch die Statistik - bei mit der Bahn zurückgelegten Personenkilometern pro Einwohnern liegt Österreich deutlich vor Italien:
Das hat (auch) andere Gründe wie:
a) Innerösterreichisch zu fliegen kostet (im vergleich zu Auto/ Bahn) viel Geld. In anderen Länder wie DE ist es "normal" von Berlin nach München oder von Düsseldorf nach Dresden zu fliegen.
b) Es gibt keine alternativen wie einen Fernbus. In DE, CZ, PT, SP,... hast du einen breiten Bus Markt. Bei uns dagegen ist es (nahezu) unmöglich direkt von Wien nach Insbruck zu fahren. Mir wäre kein Dienstleister bekannt der solche fahrten (ohne zb über München zu fahren) anbieten würde.
Wenn man defacto ein Monopol hat ist es einfach.

Die frage ob mit Bussen auch Nah oder nur Fernverkehr gemeint ist.
Zitat
Ups.
Nein Statistiken kann man (ungewollt) Manipulieren!
Zb wie ich in Portugal war auf Urlaub war die gegend wo ich war defacto als Tourist nur mit den Fernbus erreichbar trotzt Bahnlinie. Wieso? Ganz einfach weil das Lokale Bus unternehmen dass für den Verkehr zuständig ist katastrophale Fahrpläne hat wo nur Städte Namen aufgezählt sind aber 0 Info wo genau, um wie viel uhr genau er stehen bleiben soll.
Und die Bahnhöfe sind (wie bei uns) von der Ortschaft weit entfernt und es ist und war nicht sicher ob der öffentliche Bus dort stehen bleiben würde und wichtiger noch wann.

Oder in Griechenland wo viele Strecken eingestellt worden sind und wo man sich (als Tourist) nicht sicher sein kann ob der Zug am nächsten Tag fährt oder ob wieder gesteikt wird. Bei meinen Aufenthalt waren 60% der Tagesausflüge nicht durchführbar wegen Streik!  😡
Zitat
Für mein Argument reicht völlig die facebook-Aussage der Westbahn aus, die ezekiel zitiert hat:
Die frage ist halt war vorher geplant das der Kurs ausfiel oder nicht oder ist das erst durch einen Ausfall einer Garnitur entstanden?

Und zum Thema neben Bahnen welche Firma würde schon auf ihre kosten zum Verbundtarif sagenwirmal in und um Wien/ Nö eine Strecke neben der ÖBB bedienen wollen? Ich finde es gut das es eine konkurenz bei der ÖBB gibt weil sonst hätte der Railjet bis heute noch kein W-Lan.

Offline Pantograf

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« Antwort #455 am: 07.06.2017, 18:54:54 »
Hier der Fotobeweis das es sich um den 4010 005-5 handelte  😉.

Foto: Walter H.

Offline Schienenfreak

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« Antwort #456 am: 07.06.2017, 22:23:46 »

So läuft halt die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Man suche sich die stärkste Strecke des Landes aus, betreibe diese nur zu den stärksten Zeiten (tagsüber) und nehme auf Grundlage dieser Vorteile geringere Fahrpreise. Und wenn dann anderswo mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten mehr Geld zu verdienen ist, lasse man einfach eine Fahrt ausfallen.
Und deshalb gehört ihr ein staatlicher Riegel vorgeschoben!
ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage! 💡

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« Antwort #457 am: 08.06.2017, 08:25:53 »
Zitat
das zeigt auch die Statistik - bei mit der Bahn zurückgelegten Personenkilometern pro Einwohnern liegt Österreich deutlich vor Italien:
Das hat (auch) andere Gründe wie:
a) Innerösterreichisch zu fliegen kostet (im vergleich zu Auto/ Bahn) viel Geld. In anderen Länder wie DE ist es "normal" von Berlin nach München oder von Düsseldorf nach Dresden zu fliegen.

Nun ist allerdings Deutschland auch sehr viel polyzentraler organisiert als Österreich (das Land hat zehnmal so viele Einwohner, die Hauptstadt nur doppelt so viele wie Wien). Und Düsseldorf - Dresden ist eben auch deshalb Flugstrecke, weil die Bahnverbindung so bescheiden ist.

b) Es gibt keine alternativen wie einen Fernbus. In DE, CZ, PT, SP,... hast du einen breiten Bus Markt. Bei uns dagegen ist es (nahezu) unmöglich direkt von Wien nach Insbruck zu fahren. Mir wäre kein Dienstleister bekannt der solche fahrten (ohne zb über München zu fahren) anbieten würde.

Wenn Du Dir die verlinkte Modal-Split-Statistik anschaust, wirst Du feststellen, dass der Anteil von Bussen am Modal Split in Österreich ebenfalls größer ist als in Deutschland.

Zb wie ich in Portugal war auf Urlaub war die gegend wo ich war defacto als Tourist nur mit den Fernbus erreichbar trotzt Bahnlinie. Wieso? Ganz einfach weil das Lokale Bus unternehmen dass für den Verkehr zuständig ist katastrophale Fahrpläne hat wo nur Städte Namen aufgezählt sind aber 0 Info wo genau, um wie viel uhr genau er stehen bleiben soll.
Und die Bahnhöfe sind (wie bei uns) von der Ortschaft weit entfernt und es ist und war nicht sicher ob der öffentliche Bus dort stehen bleiben würde und wichtiger noch wann.

Oder in Griechenland wo viele Strecken eingestellt worden sind und wo man sich (als Tourist) nicht sicher sein kann ob der Zug am nächsten Tag fährt oder ob wieder gesteikt wird. Bei meinen Aufenthalt waren 60% der Tagesausflüge nicht durchführbar wegen Streik! 

... und in Österreich gibt es das nicht. Punkt für die ÖBB...

Und zum Thema neben Bahnen welche Firma würde schon auf ihre kosten zum Verbundtarif sagenwirmal in und um Wien/ Nö eine Strecke neben der ÖBB bedienen wollen? Ich finde es gut das es eine konkurenz bei der ÖBB gibt weil sonst hätte der Railjet bis heute noch kein W-Lan.

Sagt wer?

Dein Grundirrtum ist, dass die ÖBB ein Monopol hätten und konkurrenzlos wären. So ein Schmarrn: der größte Konkurrent ist schließlich der private Pkw, dank Mitfahrzentralen auch für Leute, die keinen eigenen haben. Und trotzdem gelingt es den ÖBB, einen der höchsten Modal-Split-Anteile in Europa zu haben. Obwohl die Siedlungsstruktur in anderen Ländern für die Bahn vorteilhafter sind (die Bahn ist schließlich ein Massenverkehrsmittel - und je dichter besiedelt eine Gegend ist, desto besser).

Ich bin jedenfalls nach vielen Fahrten in Deutschland, wo die Bahnreform seit Jahren bundesweit vor allem zu Chaos* führt, von der Wettbewerbsideologie geheilt.

_____
* Kaum eine Betriebsübergabe verläuft in Deutschland noch reibungslos: mal laufen dem alten Betreiber die Mitarbeiter schon Monate vor Betriebsübergabe davon, mal hat der neue nicht genug Mitarbeiter, mal fehlt es dem neuen Betreiber an Fahrzeugen, mal eine Mischung aus allem - die Folge: monatelange deutliche Betriebseinschränkungen mit zahlreichen Ausfällen. Und was passiert, wenn eine der privaten Firmen Pleite geht, möchte ich mir lieber nicht ausmalen.

Die 10-Jahres-Verträge mit einzelnen Unternehmen erlauben kein flexibles Agieren - so ist z.B. im Raum Berlin der Regionalverkehr komplett überlastet. Deutliche Verbesserungen sind aber nicht vor 2022 zu erwarten, wenn die neuen Ausschreibungen beginnen, weil z.B. die ODEG über Doppelstocktriebzüge verfügt, die nicht ohne Weiteres verlängert werden können. Linienläufe können auch nicht getauscht werden (um z.B. lange Linien zu brechen oder Äste mit ähnlicher Auslastung zu kombinieren), da es Verträge mit verschiedenen Betreibern gibt.

DB Netz fühlt sich vor allem den eigenen Gewinn verpflichtet, schränkt die Wartung ein (was zu immer wieder kehrenden Betriebsstörungen führt) und spart wo immer möglich Infrastruktur weg (so dass die Behebung der Betriebsstörungen noch länger dauert).

Und im Zweifelsfall ist niemand am Chaos schuld und man zeigt schön im Kreis. Alle verdienen Geld, aber keiner ist verantwortlich (Kapitalismus at its best). In Österreich hingegen weiß man dann sehr genau, dass die ÖBB verantwortlich sind - und demzufolge haben sie auch ein Interesse, kein Chaos ausbrechen zu lassen. Und das merkt man auch: der Bahnverkehr funktioniert viel besser als in Deutschland.

Offline 65A

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« Antwort #458 am: 08.06.2017, 09:10:13 »
So, jetzt wird's OT, aber:
Grundsätzlich bin ich für einen freien Markt im Eisenbahnsektor, denn das wirkt sich für den Fahrgast meistens positiv aus! (Ich persönlich hoffe ernsthaft, daß Regiojet ab Dez. 2017 auch ab/bis Wien fährt)!
Zu Deutschland->
1.)Ohne die Privaten gäbe es einige Nebenbahnen in Deutschland nicht mehr und im Fernverkehr gibt es dort derzeit eh keine ernstzunehmende Konkurrenz!

Zu Tschechien->
Ja, die haben einen großen Bussektor, der dort im Inlandsverkehr jedoch keine Konkurrenz zur Bahn ist!
Dafür gibt's dort ernsthafte Konkurrenz auf manchen Hauptstrecken (vor allem Regiojet und LEOExpress) und es funktioniert trotzdem!
Auch gibt es mittlerweile Nebenstrecken, die von privaten betrieben werden (AWT, GWTrain, RailwayCapital, etc.)

Zur Eisenbahn in Tschechien sei folgendes angemerkt:
Hier ist die Bahn sehr stark frequentiert (so stark, daß auf Hauptstrecken eine Sitzplatzreservierung dringenst zu empfehlen ist [Fr und So werden nämlich trotz 8-14 Wagen die Stehplätze knapp, an den übrigen Tagen sind dort freie Sitzplätze rar])
Grund:
1) Gibt's auf allen Strecken bis auf 91km noch planmäßigen Personenverkehr
2.) Es warten im inlandsverkehr ausnahmslos ALLE Züge gegenseitig auf sich (auch bei Verspätungen)-dem ist bei den ÖBB nicht mehr so!
3.)Saubere Züge (ist bei den ÖBB auch nicht immer)!
4.)leistbare Fahrkarten
Weg mit den unnötigen NL 273 T2,NL 273 T3& NG 273 T4!!

Online abc

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« Antwort #459 am: 08.06.2017, 09:58:59 »
1.)Ohne die Privaten gäbe es einige Nebenbahnen in Deutschland nicht mehr und im Fernverkehr gibt es dort derzeit eh keine ernstzunehmende Konkurrenz!

Die Zahl der durch private geretteten Nebenbahnen ist aber relativ überschaubar (eigentlich fallen mir nur ein paar in der Prignitz ein, die aber zwischenzeitlich auch weitgehend eingestellt oder auf ein Grundangebot zurückgefahren sind). Nicht jede Nebenbahn, die durch Private betrieben wird, wurde durch sie gerettet - zumeist haben sie schlicht eine Ausschreibung gewonnen.

Nun könnte man natürlich argumentieren, dass durch die Ausschreibungen Geld gespart wurde, das dem Bahnbetrieb zugute kommt. Auch hier frage ich mich aber: wenn man das Geld, das die Verwaltung des Geldkreislaufs Bund > Länder > Eisenbahnverkehrsunternehmen > DB Netz > Bund kostet, direkt in den Bahnbetrieb steckte - könnte man sich dann nicht auch so manche Nebenbahn retten? Dafür gäbe es eindeutige Verantwortlichkeiten, und die Mitarbeiter müssten sich nicht alle paar Jahre neu bewerben.

Zur Eisenbahn in Tschechien sei folgendes angemerkt [...]
3.)Saubere Züge (ist bei den ÖBB auch nicht immer)!

In Tschechien auch nicht. Ausnahmen gibt es hier wie da, in beiden Ländern sind die Züge (und auch die Stationen) aber ziemlich sauber. Wer massenhaft versiffte Züge und Bahnhöfe erleben möchte, sollte nach Deutschland oder - noch krasser - nach Italien, Polen oder Serbien fahren.

4.)leistbare Fahrkarten

... was natürlich durch niedrigere Einkommen etwas relativiert wird.