Malta und Gozo (Juni 2012)

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« am: 18.07.2012, 16:52:50 »

Bild 1: Inselgruppe Malta, Gozo und Comino (Ansichtskarte)


Bild 2: Die berühmten Busse auf Malta und Gozo (Ansichtskarte)


Bild 3: Eine Freude und Augenweide für Nostalgiker (Ansichtskarte)


Bild 4: Eine beliebte Ansichtskarte an die Lieben in der Heimat

Schlechte Nachrichten für Fotografen und Liebhaber alter Vehikel bzw. gute Nachrichten für Fahrgäste, die zeitgemäßen Standard und Komfort nicht missen möchten: Die oben abgebildeten Oldtimer – mehr als 500 sollen es zuletzt gewesen sein – haben im Linienverkehr ausgedient. Heute sind sie – mit Ausnahme spezieller Nostalgiefahrten, von deren Zustandekommen ich mich allerdings nicht überzeugen konnte – nur mehr auf Ansichtskarten, Plakaten oder Fotos zu sehen.

Es war eine mehr als umfangreiche Reform des öffentlichen Personenbeförderungssystems auf Malta und Gozo, die – wie mir ein Chauffeur ziemlich aufgebracht berichtet hat – aus selbständigen Busfahrern und Buseigentümern im günstigsten Fall Beschäftigte eines riesigen Verkehrsunternehmens gemacht hat, neben der Modernisierung der Busflotte u.a. auch die Linienbezeichnung und -führung, die Intervalle sowie das Tarifsystem betroffen hat und am 3. Juli 2011 in Kraft getreten ist. Das Rennen um den Zuschlag der ausgeschriebenen Umstrukturierung mitsamt der auf 10 Jahre befristeten Konzession zur Abwicklung des Linienbusverkehrs konnte die Bus- und Bahndienstleistungsgesellschaft ARRIVA für sich entscheiden. Dieses Tochterunternehmen der Deutschen Bahn ist übrigens – Spezialisten werden es natürlich wissen – auch in Großbritannien, in Dänemark, Italien, Polen, Portugal, Schweden, Spanien, Ungarn, in den Niederlanden, in der Tschechischen Republik und in der Slowakei tätig und beschäftigt derzeit ca. 47.500 Leute, davon 1.100 auf Malta und Gozo.


Bild 5: Eine Busfahrerin während ihrer kurzen Pause  

Verfolgt man – ganz kurz nur – die Geschichte des ÖPNV auf Malta, so landet man vorerst im Jahr 1883 und wird Ende Februar Zeuge der Eröffnung der einzigen Eisenbahnstrecke Maltas. Bei der zunächst 10,2 km langen eingleisigen Anlage handelte es sich um eine Verbindung zwischen Valletta und der ehemaligen Hauptstadt Mdina. Nachdem ihr erster Betreiber, die Malta Railway Company Ltd., 1890 insolvent wurde, hat 1892 – also nach 2 Jahren Stillstand – die Regierung von Malta die Bahn übernommen, sofort wieder in Betrieb gesetzt und 1900 bei Mdina um knapp 1 km verlängert.

1905 witterte ein Geschäftsmann mit Weitblick die Chance seines Lebens und importierte vorerst 6 Thornycroft-Busse, die er anfangs zwischen Valletta und St. Andrews eingesetzt hat. Ein anderes Privatunternehmen hat ab dem selben Jahr sein Glück mit zwischen Valletta, Zebbug und Hamrun verkehrenden Straßenbahnen versucht. Durchgesetzt haben sich allerdings nur besagter Autobus-Pionier und einige der vielen Mitstreiter, die seine Idee aufgegriffen und ebenfalls umgesetzt haben. Die Straßenbahnen wurden 1929 durch Busse ersetzt, der Eisenbahnbetrieb musste im März 1931 eingestellt werden.

Damals wurde ein Verkehrskontroll-Gremium gegründet, das u.a. für die Einführung regulärer Fahrpläne und neuer Buslinien, für die Vergabe der zu bedienenden Linien sowie für die Beendigung des erbitterten Konkurrenzkampfes zwischen den Betreibern und auch Fahrern der einzelnen Unternehmen verantwortlich war und deren Kooperation in Angriff genommen hat. Außerdem hat es – ebenfalls 1931 – auch die Aufstockung des Fuhrparks von 385 Bussen auf 500 beschlossen.

1977 kam es, um endlich ein Gesamterscheinungsbild zu schaffen, um die Entschärfung der Wettbewerbssituation und die einheitliche Regelung der Tarife zu ermöglichen sowie um das Leistungsangebot optimieren und die Einhaltung des vorgegebenen Pflichtenkatalogs besser überwachen und gegebenenfalls effizienter einfordern zu können, zu weiteren Umstrukturierungen, die bis zum Vorjahr Anwendung gefunden haben. So drastisch die Maßnahmen zum Teil auch waren, an der selbständigen Erwerbstätigkeit der Leistungserbringer hat sich damals jedenfalls kaum etwas geändert...

Ein weiteres Merkmal des bis zum 2. Juli 2011 gültigen Systems war der Umstand, dass eigentlich sämtliche Linien ihren Ausgangspunkt prinzipiell in der Hauptstadt hatten und das Queren der Insel von einem zum anderen Ende immer mit einem erzwungenen Umsteigen in Valletta (Malta) oder Victoria (Gozo) verbunden war und auf den Bussen lediglich das Liniensignal, nicht aber das Fahrtziel, geschweige denn die Route, angezeigt worden ist.

Auf den heute eingesetzten Fahrzeugen erkennt das menschliche Auge (entschuldigend einzugestehen habe ich, dass bei meiner Kameraeinstellung wohl mehr Sorgfalt angebracht gewesen wäre!) – so die Displays funktionieren (auch das war leider nicht immer der Fall) – Liniennummer, Ziel und zum Teil sogar auch den Streckenverlauf. Das bereits in der Vergangenheit recht dichte Liniennetz ist erweitert worden und so gelingt es – wie in sämtlichen Reiseführern versprochen wird – tatsächlich, die schönsten, interessantesten und wichtigsten Stellen, Plätze, Orte und Städte auf Malta und Gozo mit dem Linienbus zu erreichen.


Bild 6: Das Busnetz auf Malta und Gozo  

Das gegenwärtige Linienschema berücksichtigt:
  • Verbindungen der meisten Städte oder dem Flughafen mit Valletta (ein- oder zweistellige Nummer)
  • Verbindungen mehrerer Städte oder Dörfer, ohne Valletta zu erreichen (dreistellige Nummer)
  • Vom Flughafen ausgehende Verbindungen mit einigen Städten bzw. dem Gozo-Fährhafen in Cirkewwa (Liniensignal besteht aus dem Buchstaben "X" und einer Ziffer)
  • Nachtbusse (Liniensignal besteht aus dem Buchstaben "N" und einer Ziffer bzw. einer zweistelligen Nummer)
  • Busrouten auf Gozo (dreistellige Nummer, wobei die Hunderterstelle "3" lautet)
Fahrpläne und Haltestellen

Grob gesprochen kann man sagen, dass der Linienverkehr um ca. 5.00 Uhr beginnt und gegen Mitternacht endet. Die Nachtautobusse verkehren normalerweise in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag ungefähr zwischen 23.00 Uhr und 4.00 Uhr im Stundentakt bzw. zwischen Paceville und Paola jede halbe Stunde. Eine Ausnahme besteht während der Sommermonate. In dieser Periode gibt es die ganze Woche über in jeder Nacht regelmäßige Verbindungen zwischen Valletta und dem Fährhafen Cirkewwa!

Die Abfahrtszeiten der Tages- und Nachtlinien sind natürlich an den Haltestellentafeln angeschlagen und darüber hinaus liegen Fahrpläne zur freien Entnahme auch in den Fahrzeugen auf. Verspätungen – triftige Gründe dafür sind in der Bilderfolge weiter unten (Bilder Nr. 58 - 61) ersichtlich – und Ausfälle einzelner Kurse lassen sich wie überall nicht immer vermeiden, was mitunter dazu führen kann, dass man in einer fern der Hauptverkehrsrouten gelegenen Endstation auf einen Bus, der eigentlich im 60 Minuten-Intervall unterwegs sein sollte, gut 3 Stunden lang wartet, um vom eher nur von den Einheimischen genutzten Strand zurück ins Hotel zu gelangen. Das ist aber, wie man mir versichert hat, ein extremer Ausnahmefall.


Bild 7: Intervalle der wichtigsten Linien


Bild 8: Fahrplanaushang der Linie 306 (auf Gozo)


Bild 9: Fahrplan der Linie 221 (auf Malta)

Damit man auch wirklich sein gewünschtes Ziel erreicht, ist bei der Haltestellenwahl natürlich auch der Linksverkehr auf Malta und Gozo zu berücksichtigen. Da aber die Haltestellentafeln sehr übersichtlich gestaltet sind – unterhalb des Liniensymbols ist die Fahrtrichtung ersichtlich und oberhalb des Stationsnamens ist nachzulesen, in welchem Dorf bzw. in welcher Stadt man sich befindet – sollte dieser Umstand eigentlich keine Probleme bereiten. Eine in südlichen Gefilden durchaus bewährte bzw. notwendige Praxis ist auf Malta und Gozo ebenfalls anzuraten: Ein deutliches und verständliches Handzeichen, dass der Fahrer anhalten soll und man in den Bus einsteigen möchte! Steht man nämlich untätig in einer Station, kann es schon vorkommen, dass der Bus ohne anzuhalten durchfährt. Winkt man dem Chauffeur, dann passiert es vielleicht, dass er diese Geste entweder ignoriert oder er aber freundlich lächelt und zurückwinkt. Also nicht nur bewegungslos herumstehen und auch nicht winken!


Bild 10: Haltestellentafel in Sliema (Malta)  


Bild 11: Haltestellentafel in Mellieha (Malta)


Bild 12: Einsame Haltestelle in Mellieha  


Bild 13: Typisches Wartehäuschen einer Haltestelle (in Mellieha)


Bild 14: Sehr oft wird der Wartebereich vieler Haltestellen viel zu klein...  


Tarifsystem

Auch auf Malta und Gozo ist man bestrebt, den Individualverkehr einzudämmen und die Bevölkerung sowie die Touristen zu motivieren, so viele Fahrten wie nur möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Ein Anreiz dazu ist das übersichtliche und attraktive Tarifsystem, das es Stammkunden ermöglicht, relativ preiswert unterwegs zu sein. So sind etwa für Inhaber eines maltesischen Personalausweises, einer Meldebescheinigung oder einer Residenzkarte (für EU-Bürger und deren Familienangehörige) sowie einer langfristigen Aufenthaltserlaubnis und natürlich auch für maltesische Kinder, Schüler, Studenten und Pensionisten einige Ermäßigungen vorgesehen. Touristen profitieren – wie bereits angedeutet – ebenfalls, wenn sie mehrmals mit dem Bus fahren.

Zu beachten ist, dass auf Malta gekaufte Fahrkarten generell (es gibt allerdings einige Sonderausnahmen) nur auf Malta und auf Gozo gekaufte Tickets eben nur auf Gozo gültig sind! Tages- und Zeitkarten werden in den Nachtautobussen nicht akzeptiert, diese unterliegen einem eigenen Tarif in Höhe von € 2,50.

Das Standard-Ticket ist im Netz der jeweiligen Insel zwei Stunden lang gültig und erlaubt während dieser Zeitspanne auch das Umsteigen in andere Buslinien (im alten System musste für jede Buslinie ein eigener Fahrschein gelöst werden). Regulär beträgt der Preis € 2,20, ermäßigt € 1,30.  

Legt man im Laufe eines Tages mehrere Fahrten zurück, empfiehlt sich das Ein-Tages-Ticket, das € 2,60 kostet und für Anspruchsberechtigte einer Ermäßigung um nur € 1,50 erhältlich ist.  

Wer das Bus-Netz während seines Urlaubs richtig auskosten möchte, der sollte ein ab dem Erwerb 7 Tage lang gültiges Ticket um € 12,-- kaufen und dieses in einer Schutzhülle vor Sonnenlicht und anderen die Lesbarkeit beeinträchtigenden Einflüssen verwahren. Einheimische bezahlen für das 7-Tage-Ticket übrigens nur € 6,50. Außerdem wird ihnen u.a. die Möglichkeit geboten, eine 30-Tage-Karte um € 26,-- bzw. eine 90-Tage-Karte um € 72,-- (auch in Form einer elektronisch aufladbaren Saver Card, die bei der ersten Fahrt nach der Aufladung an einem Lesegerät zu aktivieren ist) zu erwerben.


Bild 15: Tarifübersicht


Bild 16: Information bzw. Eigenwerbung in den Haltegriffen  


Bild 17: 7-Tage-Ticket für Malta (links) und 1-Tages-Ticket für Gozo (rechts)

Erhältlich sind die Fahrscheine direkt beim Buschauffeur (in einigen wenigen Bussen gibt es auch einen Fahrkartenautomaten),  in Valletta, in Bugibba, in Sliema sowie in Victoria (Gozo) in den Verkaufsstellen der Busbahnhöfe und bei den dort zum Teil eigens eingesetzten mobilen Ticket-Verkäufern, in der Ankunftshalle des Flughafens, bei 29 auf Malta und Gozo aufgestellten Fahrkartenautomaten, in allen Lottoverkaufsstellen, in allen Maltapost-Filialen, in allen Filialen der Agenda-Buchhandlungen und bei einigen Vertriebspartnern (z.B. Hotels, Supermärkte, Minimärkte, Souvenirläden usw.).


Bild 18: Links (zwischen zwei Touristen) im Bild: Ticket-Verkäufer in Valletta


Bild 19: Bedienungsanleitung des Fahrscheinautomaten


Bild 20: Fahrscheinautomat und Saver-Card-Lesegerät im Bus

Hat man bereits ein gültiges Ticket, ist dieses – als Einstieg ist nur die Tür 1 vorgesehen (die meisten Busse sind übrigens nur mit dieser einen Türe ausgerüstet) – beim Einsteigen dem Fahrer vorzuweisen. Trotzdem gibt es aber sehr wohl auch Fahrscheinkontrollen, nachdem man bereits die Fahrt angetreten hat. Bei der Kontrolle, die ich miterlebt habe, war es so, dass drei ARRIVA-Mitarbeiter in einer Station in den Bus – der während der gesamten „Amtshandlung“ (ca. 3 Minuten) in der Haltestelle stehen bleiben musste – eingestiegen sind. Einer hat sich mit dem Fahrer unterhalten und einige Daten in eine Liste eingetragen, während die beiden anderen Kontrollore jeweils in der vorderen bzw. hinteren Wagenhälfte ihrer Arbeit nachgegangen sind, indem sie uns Fahrgäste auf Englisch nach dem Ticket gefragt haben. Was ich eigentlich nicht vermutet hätte, hat sich dann aber doch herausgestellt: Die Aktion war leider notwendig, da sich tatsächlich eine Schwarzfahrerin (eine deutsche Touristin) in den Bus geschwindelt hatte, die nun ein Bußgeld in Höhe von € 10,-- entrichten musste.


Bild 21: Mahnende Botschaft an Schwarzfahrer


Bild 22: Beim Einstieg montierter Abfallkorb zur Entsorgung abgelaufener Tickets


Fuhrpark

Momentan stehen den Linienbusfahrgästen beider Inseln insgesamt 264 Fahrzeuge, die zum Großteil die Abgasnorm Euro 5 erfüllen, zur Verfügung. Barrierefreie Ein- bzw. Ausstiege, relativ große Gepäckablageflächen, mindestens 1 Kinderwagen- bzw. Rollstuhlplatz, LED-Außen-Displays, permanente Ansagen – die in vielen Fällen (vor allem im hinteren Wagenbereich) Hörtest-Charakter haben – und Innendisplays, die in Laufschrift – so wie die Ansagen – auf Malti und Englisch Liniennummer, Endstation und die nächste Haltestelle verkünden, Haltewunsch-Knöpfe, gepolsterte Sitze, getönte Scheiben sowie meistens funktionierende Klimaanlagen zählen seit 3. Juli 2011 ebenfalls zum Standard.

Ein weiterer Nutznießer der großen Umstellung ist sicherlich der chinesische Bushersteller King Long. Für den Betrieb auf Malta und Gozo konnte er immerhin 49 9 m lange Gefährte der Type XMQ6900J und 125 XMQ6127J Busse (Fahrzeuglänge: 12 m) verkaufen.


Bild 23: King Long XMQ6900J in Cirkewwa (Malta)


Bild 24: King Long XMQ6900J (vor dem Malta International Airport)


Bild 25: King Long XMQ6127J (in Sliema)


Bild 26: Türseite eines King Long XMQ6127J (ebenfalls in Sliema)


Bild 27: „Bus hält-Anzeige“ und Platzangebot im King Long XMQ6127J

Eine etwas kürzere Anreise haben 58 gebrauchte Citaro G hinter sich – ihr unmittelbarer Einsatzort bevor sie nach Malta gekommen sind: London!


Bild 28: Citaro G (in Cirkewwa)


Bild 29: Citaro G in Bugibba (Malta)


Bild 30: Türseite eines Citaro G (in Cirkewwa)  


Bild 31: Heckansicht eines Citaro G (ebenfalls in Cirkewwa)  


Bild 32: Platzangebot im Citaro G und Hinweis auf Videoüberwachung


Bild 33: Frontansicht eines Citaro G auf der Linie 12 (in Sliema)


Bild 34: Türansicht des selben Busses mit erkennbareren Hinweisen auf Fahrgastfluss  

Besonders stolz ist man verständlicherweise auf die 10 9 m langen Hybridbusse (Optare Solo), die ich allerdings nur auf Gozo (leider nur von außen) gesehen habe.


Bild 35: Optare Solo Hybridbus in Victoria bzw. Rabat (Gozo)


Bild 36: Optare Solo Hybridbus (ebenfalls in Victoria


Bild 37: Optare Solo Hybridbus im Busbahnhof in Victoria

Außerdem soll es noch 2 nur in Valletta verkehrende Bluebird Minibusse und 20 Volvo B10B/Wright geben.  

Bevor wir einen Kurzausflug auf die Insel Gozo unternehmen, sollten wir vielleicht noch ein paar Blicke auf einige Details in den Bussen werfen, den Busbahnhof in Valletta besuchen und Alltagsszenen aus der Sicht der Fahrgäste, der Busfahrer sowie der übrigen Verkehrsteilnehmer miterleben.


Bild 38: Bitte, den Sitzplatz zu überlassen


Bild 39: Kinderwagenabstellplatz und Rauchverbot


Bild 40: Hinweis auf Rollstuhlrampe und Rauchverbot  


Bild 41: Rollstuhlplatz und 3 Klappsitze


Bild 42: Gepäckablageplatz in einem Citaro G, Infomaterial und im Bus aufliegende Fahrpläne


Bild 43: Gepäckablagefläche in einem King Long XMQ6127J


Bild 44: Gepäckablagemöglichkeit in einem Citaro G


Bild 45: Wagenpass


Bild 46: Innendisplay eines auf der Linie 221 eingesetzten Citaro G


Bild 47: Haltegriffe


Bild 48: "Bus hält in der nächsten Station"


Bild 49: "Bei Haltewunsch bitte zeitgerecht betätigen!"


Bild 50: Busbahnhof in Valletta  
 

Bild 51: Busbahnhof in Valletta (im Hintergrund die Stadtmauer)


Bild 52: Ein  King Long XMQ6127J beim Verlassen des Haltestellenbereichs im Busbahnhof Valletta


Bild 53: Die nächste Tour beginnt...


Bild 54: Ein Citaro G der Linie 41 im Busbahnhof Valletta


Bild 55: Innenansicht eines Citaro G


Bild 56: Sämtliche Busse sind meistens sehr gut ausgelastet  


Bild 57: Eine eher seltene Situation


Bild 58: Blick durch die Frontscheibe  


Bild 59: Manchmal wird es etwas eng  


Bild 60: Eine Alltagssituation in Mellieha


Bild 61: Slalomfahrt in Mellieha


Ausflug auf die Insel Gozo

Gozo, die kleine Schwesterninsel von Malta, kann man entweder mit kleinen – oft auch als Wassertaxi bezeichneten – Booten mehrerer Kleinunternehmer, mit zwischen dem Hafen von Valletta und dem Hafen von Mgarr verkehrenden einmotorigen, 14 Passagieren Platz bietenden Wasserflugzeugen – die lt. einer Reiseleiterin die regelmäßige Hubschrauberverbindung zwischen dem Malta International Airport und dem Gozo Heliport bei Xewkija abgelöst haben sollen  – oder mit den Fähren der Gozo Channel Company erreichen.

Als bedeutendste und kürzeste Verbindung (Dauer: ca. 25 Minuten) ist jene zwischen Cirkewwa (Malta) und Mgarr (Gozo) zu nennen. Die 3 Fähren der Gozo Channel Company haben eine Kapazität von jeweils ca. 900 Passagieren sowie rund 100 Fahrzeugen und sind in der Hochsaison im 45-Minuten-Takt unterwegs. Erwähnenswert ist, dass man für die Überfahrt von Malta nach Gozo derzeit kein Ticket kaufen kann, da es (momentan) nur im Fährterminal auf Gozo einen Ticketschalter gibt! Der Preis der dort zu erstehenden Fahrkarte gilt dann aber automatisch für eine Hin- und eine Rückfahrt.


Bild 62: Eine Fähre am Weg von Gozo nach Malta  


Bild 63: Tarife der Fähre


Bild 64: Fahrplan der Fähre


Bild 65: Ein King Long XMQ6127J in Mgarr (Gozo)


Bild 66: Ein King Long XMQ6127J in Victoria bzw. Rabat (Gozo)


Bild 67: Ein Optare Solo Hybridbus in Victoria


Bild 68: Hybridbus im Busbahnhof in Victoria


Bild 69: Ein letzter Blick auf einen Optare Solo Hybridbus in Victoria


Bild 70: Ticket der Fähre Malta – Gozo – Malta  


Sicherheit im Straßenverkehr

Da es auf der Heckseite vieler Busse auf Malta und Gozo mahnende Worte sowie zum Nachdenken anregende Bilder zum Thema Vernunft bzw. Sicherheit im Straßenverkehr zu sehen gibt und mir die Unterstützung dieser Aktion sinnvoll und wichtig erscheint, ersuche ich am Ende meines Berichts alle Leser / Betrachter der vorangegangenen Zeilen bzw. Bilder, ihre geschätzte Aufmerksamkeit auch den beiden folgenden Fotos zu widmen. Danke für das Verständnis sowie für das entsprechende Verhalten und allzeit gute und sichere Fahrt!


Bild 71: Geschwindigkeit reduzieren!


Bild 72: Kein Alkohol am Steuer!
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Offline [fpdwl] umweltretter

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #1 am: 18.07.2012, 21:33:56 »
Vielen Dank für diese interessante und detailreiche Reportage!  👍

Offline Floster

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #2 am: 19.07.2012, 00:44:35 »
Auch ich sage danke für die ausführliche Reportage! 🙂
lg Floster

Offline Funkenkutscher

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #3 am: 20.07.2012, 11:40:26 »
Schöner Bericht!

Leider bin ich schockiert und auch sehr traurig 😞

War vor einigen Jahren auf Malta und es war einfach ein Erlebnis.

All die alten verschiedenen Busse, ein lebendes Museum. Das hat der Insel einfach einen unvergleichlichen Charme gegeben.

So ist es nun einfach ein schnödes Beförderungsmittel geworden. 👎

Was ist eigentlich aus all den gepflegten Oldtimern geworden? Alle verschrottet??

PS: Hab mir damals auch das Buch "Tramway und Elevadore auf Malta" gekauft.

Interessant war auch der Aussenaufzug an der Burgmauer der in die Oberstadt geführt hat... 🙂
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Offline [fpdwl] Ottakring

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #4 am: 20.07.2012, 18:20:06 »
Für diesen Beitrag fehlt mir das Wort für eine adäquate Bezeichnung - "super", "toll" oder ähnliches wäre wohl eine maßlose Untertreibung!Am ehesten so: 👍  👍  👍

Offline Dan

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #5 am: 21.07.2012, 00:30:17 »
Sehr toller Bericht, danke!

Offline 67er

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #6 am: 21.07.2012, 14:13:47 »
Besten Dank für Eure netten Stellungnahmen!

Besonders bedanken möchte ich mich bei Dir, Funkenkutscher, hast Du doch mit Deinen Zeilen eine beeindruckende Schilderung Deiner persönlichen Eindrücke geliefert. Danke! Natürlich wollte ich Dich – und all die anderen Fans historischer Busse – nicht schockieren und traurig stimmen. Jedenfalls gratuliere ich Dir und beglückwünsche Dich, dass es Dir gelungen ist, sozusagen "rechtzeitig" nach Malta zu reisen und das lebende fahrende Museum noch hautnah miterleben zu können.

Insgeheim bin ja auch ich in der Hoffnung, zumindest einen der berühmten und für Malta so charakteristischen Oldtimer sehen zu dürfen, abgereist. Klüger wäre es gewesen, ich hätte mich mindestens ein Jahr früher für einen Maltaurlaub entschieden, da hätte auch ich vielleicht einige faszinierende Bilder nach Hause gebracht. So aber habe ich mich selbst getröstet, indem ich – als technischer Laie – mir einfach nur den Vergleich des Schadstoffausstoßes jener Busse, die zum Teil sogar älter als unsere c3 sind / waren mit dem des gegenwärtigen Fuhrparks an nur einem einzigen Betriebstag vorgestellt habe. Dass älteren, gebrechlichen oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Einheimischen – und diese sind es ja, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Malta und Gozo das ganze Jahr über und nicht nur wenige Tage oder Wochen unterwegs sind – das Ein- und Aussteigen wesentlich erleichtert worden ist, hat in mir ebenfalls eine erfreuliche Zufriedenheit ausgelöst.

Was nun aber aus den bis 2. Juli 2011 eingesetzten Oldtimern der vielen privaten Betreiber und Fahrer tatsächlich geworden ist, kann ich leider auch nicht sagen. Vereinzelt habe ich jedenfalls Ständer mit Werbung für Nostalgiefahrten gesehen, weiterführende Informationen konnte ich aufgrund Überlastung bzw. Unauffindbarkeit der dafür Zuständigen allerdings nicht einholen. Deshalb habe ich mich auf das Ablichten des Plakats (im Dateianhang zu finden) beschränkt. In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch noch anzumerken, dass – während sich die Tradition der auf Gozo eingesetzten Busse (roter Streifen auf grauem Untergrund) über viele Jahrzehnte hinweg gehalten hat – die Fahrzeuge auf Malta, bevor sie ab 1995 ihre markante Farbgebung (gelber Lack und orangefarbenes Band) hatten, beinahe 20 Jahre lang grün gespritzt waren und davor ihre Lackierung von der Linie, die sie befahren haben, abhängig war.

Die zitierten Oldtimer, an die nun Souvenirs (z.B. Salzstreuer oder T-Shirts) und Kinderspielzeug erinnern, habe ich also nicht zu Gesicht bekommen. Stattdessen konnte ich aber ein anderes Modell, mit dem sich der Tourist zurück in die Vergangenheit entführen lassen kann sowie einen alten Postbus – der auch heute wieder als mobiles Postamt fungiert – erblicken und in den Dateianhang packen.

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Offline [fpdwl] u8k877q

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #7 am: 02.02.2014, 17:16:58 »
Als ich 2010 auf Malta war, war der Wagenpark noch bunt: vom Bus mit dem Motor in der vorgezogenen Schnauze bis zum Niederflurbus der 1. Generation war alles dabei. Oft waren die Fahrer jünger als ihr Gefährt , aber ich habe mich immer sicher gefühlt. Bei manchen Bussen war für den Haltewunsch eine Schnur an der man zog und wodurch eine Glocke läutete vorgesehen , bei anderen ein Knopf wodurch aber eine Art Türklingel in Betrieb gesetzt wurde. Die Türen blieben immer offen und es gab auch immer nur 1 Aus- bzw Einstieg.
Der Komfort der Gefährte war auch unterschiedlich : bei den ganz alten Modellen Sitzbänke , dann wieder Bestuhlung in Reisebusausführung und beim Niederflurbus Plastiksitze. Es gab damals am Busbahnhof von Valetta schon Ticketautomaten aber diese waren außer Betrieb.

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Offline [fpdwl] umweltretter

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #8 am: 02.02.2014, 20:03:11 »
Mittlerweile fährt Arriva auch nicht mehr:

Arriva zieht sich aus Malta zurück       
Freitag, den 10. Januar 2014 um 14:32 Uhr

(DD) Arriva [DB] hat sich mit Wirkung zum 2. Januar 2014 von seinem Engagement in Malta getrennt und den Betrieb an die maltesische Regierung verkauft, die diesen so lange selbst führen wird, bis ein neuer Auftragnehmer gefunden ist. Seit Betreibsaufnahme durch Arriva im Juli 2011 hatte der Busverkehr, der zuvor von einer lokalen Genossenschaft organisiert worden war, für Negativschlagzeilen gesorgt. Gründe waren u.a. ein durch die Regierung falsch geplantes Liniennetz, der Einsatz von ehemals Londoner Gelenkbussen und Fahrermangel. Arriva Malta verschliss vier Geschäftsführer in nur 30 Monaten und akkumulierte während dieser Zeit nach Schätzungen der Regierung Verluste von rund 50 Millionen €. Der Verkehrsvertrag war ursprünglich für zehn Jahre abgeschlossen worden.

Offline [fpdwl] TramTrainTrolley

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #9 am: 02.02.2014, 21:52:38 »
Die Fahrpreise in Malta sind ja sehr moderat, und so wie es aussieht, wurde der Unterschied zwischen Touristen- und Einheimischentickets in den letzten Tagen aufgehoben:

Erwachsene zahlen gegenwärtig für ein 2-Std-Ticket 1,30, für eine Tageskarte 1,50, für eine Wochenkarte 6,50, für 30 Tage 26,00 und für 90 Tage 72,00 Euro. Kinder und Rentner zahlen 1/3 davon - allerdings jeweils getrennt für die Insel Malta und für die Insel Gozo.

Eine interessante Seite mit aktuellen Linienplänen: http://www.maltabybus.com/

Offline [fpdwl] u8k877q

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #10 am: 03.02.2014, 08:57:44 »
Wieder etwas, das von der EU zerstört wurde. Wenn es nur um den Einsatz von Niederflurbussen gegangen wäre, hätte man ja eine Förderung für die damaligen Busbesitzer machen und die Organisation , die ja funktioniert hat, so lassen können. Stattdessen wurde EU weit ausgeschrieben und wieder mal hat ein Konzern gewonnen, der vom lokalen Ablauf null Ahnung hat und nach kurzer Zeit das Handtuch wirft.

Offline [fpdwl] TramTrainTrolley

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #11 am: 03.02.2014, 22:36:09 »
Die Regierung von Malta ist auf der Suche nach einem Betreiber: http://www.transport.gov.mt/page.aspx?pid=1664

Das geplante Busnetz samt Fahrplänen: http://www.transport.gov.mt/land-transport/new-proposed-routes-and-schedules

Offline [fpdwl] TramTrainTrolley

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #12 am: 03.02.2014, 23:30:14 »
Zitat von: 'u8k877q',index.php?page=Thread&postID=297674#post297674
Wieder etwas, das von der EU zerstört wurde. Wenn es nur um den Einsatz von Niederflurbussen gegangen wäre, hätte man ja eine Förderung für die damaligen Busbesitzer machen und die Organisation , die ja funktioniert hat, so lassen können. Stattdessen wurde EU weit ausgeschrieben und wieder mal hat ein Konzern gewonnen, der vom lokalen Ablauf null Ahnung hat und nach kurzer Zeit das Handtuch wirft.

Ich habe im Mai 2013 eine Woche auf Malta verbracht. Da das meine erste Reise dorthin war, kenne ich nur den "Arriva"-Zustand persönlich, von Freunden und Bekannten weiß ich aber, wie es "in den guten alten Zeiten" war. Man mag zwar den alten Bussen nachweinen, für den größten Teil der Bevölkerungen und der zahlreichen Touristen hatte sich jedoch die Verkehrssituation durch Arriva stark verbessert. Beim alten Netz gab es praktisch keine Querverbindungen, wenn man keinen direkten Bus zur Verfügung hatte, war man in den meisten Fällen gezwungen, über die zentrale Busstation in La Valetta zu fahren und dort umzusteigen. Rollstullfahrer oder Fahrgäste mit Kinderwägen hatten praktisch keine Chance, am ŐPNV teilzunehmen. Es war an der Tagesordnung - vor allem bei starkem Touristenandrang in den Sommermonaten -, dass man an Unterwegshaltestellen wegen Überfüllung nicht mehr zusteigen konnte. Dieses Problem besteht trotz des weitaus größeren Platzangebotes teilweise auch heute noch. So waren z.B. die Busse von La Valetta zum Fischerstädtchen Marsaxlokk meist so voll, dass Fahrgäste aus Paola oder Tarxien bei einem 10-Minuten.Intervall oft 30-40 Minuten warten mussten, um endlich einsteigen zu können. Auch die dreitürigen Gelenkbusse auf den Linien 12,13,14 von Valetta zu den Urlauberbetonsilos an der Ostküste (Sliema, St. Julians, Pembroke) waren im 10-Minuten-Takt immer zum Bersten voll. Kann mir gar nicht vorstellen, wie man den Verkehr nun mit den eintürigen Zweiachsern abwickelt. Weitere Probleme: Das Busnetz in Malta kann nicht bis ins Unendliche erweitert werden, da im dichtverbauten Gebiet nur wenige Straßen für den Auto- und Busverkehr geeignet sind. Von wenigen Ausnahmen abgesehen weisen die Straßen pro Richtung nur eine Fahrspur auf, dazu kommt ein extrem dichter Autoverkehr. Neben den ca. 400.000 Einheimischen müssen jährlich ca. 1 Mio. Touristen transportiert werden, deren Fahrverhalten aber wetterabhängig nur schwer vorhersehbar ist. Diverse Buslinien sind garantiert "straßenbahnreif", doch gibt es kaum freie Flächen, um ein modernes Stadtbahnsystem auszubauen. Dazu kommt, dass auf Malta Strom Mangelware ist (in vielen Hotels muss man für den Betrieb der Klimaanlage im Zimmer eine eigene Stromwertkarte lösen!!). Der Fahrermangel ergab sich einerseits durch das erweiterte Fahrtenangebot (so ruck-zuck über die Nacht kriegt man halt nun nicht zig neue Fahrer), andererseits stellte sich heraus, dass eine nicht allzu kleine Anzahl der "alten" Fahrer keine gültigen Fahrerlaubnisse hatte. Ich denke also, dass es einem anderen Betreiber nicht viel anders ergangen wäre.

Offline [fpdwl] Gerald

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #13 am: 03.02.2014, 23:42:01 »
Der damalige Busverkehr war zwar für Touristen eine besondere Attraktion (ich war leider nur einmal dort), hatte aber mit einem modernen Nahverkehrssystem im 21. Jahrhundert absolut nichts zu tun und war
nicht mehr zeitgemäß.

Bekanntlich haben sich europaweit schon zahlreiche Citaros der unterschiedlichsten Bauart durch "Wärme" selbst aus dem Verkehr gezogen. In Malta war dies gleich bei drei ehem. Londoner
Citaro-Gelenkbussen der Fall. Die 18m-Schlenkis waren von Anfang an Fremdkörper auf den schlechten und engen Straßen Maltas und bei Fahrgästen und Personal nicht sonderlich beliebt. Nicht nur, weil sie
schon vorher aus London verbannt wurden und als Gebrauchtwagen (trotz Motorumbaus und Überholung) auf die kleine Insel kamen. Gerüchte vermuten, dass die Brände durch schlechte Wartung an
den Gelenkbussen verursacht wurden.
Nach dem dritten Brand wurde der weitere Betrieb der restlichen 65 (?) Gelenkbusse behördlich untersagt, sodass die Busse in einem Depot abgestellt wurden und man nach wenigen Wochen die Kennzeichen
abmontierte.
Seither vergammelt sie dort:





 😮

Q: http://maltabuses.piwigo.com/ - eine der umfassendsten Fotosammlungen aller Busse auf Malta!


Das war auch schon der Anfang vom Ende des "Arriva"-Betriebs. Seit der Abstellung gab es keine Großraumfahrzeuge mehr, es wurde ein Notbetrieb mit
Reisebussen und anderen Bussen eingerichtet.
Nachdem die Schulden immer größer wurden und Arriva wenig Handlungs- und Entscheidungsspielraum hatte, wurde Ende des Jahres doch überraschend
der Vertrag mit dem Staat aufgelöst.
In der Zwischenzeit sind sämtliche Arriva-Beschriftungen schon zum Großteil entfernt worden, wenn man sich durch die Malta-Busfotos bißchen durchklickt,
sieht man schon, in welchem äußerlichen Zustand sich die KingLong-Kiste nach nur 2,5 Jahre befinden...


Offline [fpdwl] TramTrainTrolley

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #14 am: 09.02.2014, 22:45:46 »
Die Gelenkbusse werden zum Kauf angeboten: http://www.publictransport.com.mt/home

Thursday 6th February 2014

EXPRESSION OF INTEREST NOTICE FOR THE SALE OF ARTICULATED BUSES
(Reference: MPTSOL/2014/01)

Malta Public Transport Services (Operations) Limited is offering 81 Mercedes Citaro 18m articulated buses for sale in ‘tale quale’ condition, and including stock of parts. Offers are to be made for the attention of the Chief Executive Officer and sent by email on enquiries@publictransport.com.mt by the 14th February 2014. Further details are found in the below links:
 
- Expression of Interest Document
- Appendix A – List of Buses
- Appendix B – List of Parts

Offline [fpdwl] umweltretter

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Malta und Gozo (Juni 2012)
« Antwort #15 am: 22.05.2016, 21:31:35 »

Offline nonscio

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Malta 2014
« Antwort #16 am: 22.05.2017, 20:43:56 »
Bilder von den Bussen auf Malta aus dem Jahr 2014
http://public-transport.net/bus/Malta_2014/