Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz

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Offline phil1296

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Kann es sein, dass diese Tablets für die Subunternehmer gedacht sind, oder doch für die bestellten Busse von den Wiener Linien?

http://wstw.vergabeportal.at/DetailContent.aspx?atxtnr=46514

Offline lionscity

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #1 am: 18.11.2016, 00:04:39 »
Aus dem öffentlich einsehbaren Ausschreibungstext gehen ja nicht sehr viel Informationen hervor, wären die Tablets dann für die Fahrgastinformation (Ansagen usw.) im Bus zuständig? Da hätte solche Hardware „von der Stange“ sicher ihre Vorteile, die könnte dann alle ihre benötigten Daten aus der Cloud holen. Ich weiß ja nicht, wie es derzeit bei den Wiener Linien gemacht wird, aber bei Gschwindl muss man offenbar bei jedem einzelnen Bus die Ansagen extra per USB-Stick einspielen, was bei mehreren Bussen ziemlich lang dauert und eine mühsame Arbeit ist, die man mit Cloud-Systemen abstellen könnte. Abgesehen davon könnten private Betreiber und Wiener Linien hier im gleichen System mit den gleichen Tablets arbeiten, falls die Wiener Linien jemals vorhaben, für die privaten Betreiber Ansagen zu produzieren und ihnen diese auch zur Verfügung zu stellen...von der Integration ins RBL rede ich gar nicht erst...

Offline Bus33A

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #2 am: 18.11.2016, 10:36:07 »
Aus dem öffentlich einsehbaren Ausschreibungstext gehen ja nicht sehr viel Informationen hervor, wären die Tablets dann für die Fahrgastinformation (Ansagen usw.) im Bus zuständig? Da hätte solche Hardware „von der Stange“ sicher ihre Vorteile, die könnte dann alle ihre benötigten Daten aus der Cloud holen. Ich weiß ja nicht, wie es derzeit bei den Wiener Linien gemacht wird, aber bei Gschwindl muss man offenbar bei jedem einzelnen Bus die Ansagen extra per USB-Stick einspielen, was bei mehreren Bussen ziemlich lang dauert und eine mühsame Arbeit ist, die man mit Cloud-Systemen abstellen könnte. Abgesehen davon könnten private Betreiber und Wiener Linien hier im gleichen System mit den gleichen Tablets arbeiten, falls die Wiener Linien jemals vorhaben, für die privaten Betreiber Ansagen zu produzieren und ihnen diese auch zur Verfügung zu stellen...von der Integration ins RBL rede ich gar nicht erst...

Auch die WL müssen, bei einer Änderung alle Ansagen und Anzeigen in den Bus einspielen, da die Steuerung des IBIS ja nur bereits vorhandene Codierungen automatisiert aufruft. Ich denke zwar, dass beim WL-System Linienummer und Zielanzeige einzeln angesteuert werden, was bei den anderen Infotainmentsystemen der Unternehmen generell nicht der Fall ist, aber bei einer Änderung muss auch die Speicherkarte im Bus getauscht werden. Wenn dann mal die richtigen Zielanzeigen zum Einspielen vergessen werden sieht das so wie im Anhang.  😉


Wenn die Tablets für irgendwas gut sind, dann nur, um die Subs zumindest mit Standortdaten und exakten Meterangaben im RBL zu haben. Die Tablets müssen mit dem Tacho verbunden werden können und GPS haben. Also genau dass, was man für das RBL braucht. Es wäre dann natürlich super, wenn man über die Geräte auch Daten ins Infotainment einspielen könnte, und das alles Zentral über eine Cloud machen würde, aber da müssten erstmal alle Subs zumindest das selbe Infotainment haben, wie es etwa in London der Fall ist, wo der TFL idente Busse bestellt, und die Subfirmen sich einfach nur ums fahren und den Ticketverkauf kümmern müssen. Aber sowas ist in Wien derzeit nicht absehbar.

Also Tablet im Bus = Anschluss (der Subs?) an die Ortung des RBLs. Sonst offenbar nichts .

Offline mcm57

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #3 am: 24.11.2016, 16:40:36 »
Wenn die Tablets für irgendwas gut sind, dann nur, um die Subs zumindest mit Standortdaten und exakten Meterangaben im RBL zu haben. Die Tablets müssen mit dem Tacho verbunden werden können und GPS haben. Also genau dass, was man für das RBL braucht.

Warum "müssen" die Tablets deiner Meinung (oder deinem Wissenstand) nach mit den Tacho verbunden werden?

Für die Position und Geschwindigkeit sollte doch - zumindest wenn es nicht um autonomes fahren geht - GPS vollkommen ausreichen. Ob der Bus nun 10 od 15 Meter von der Haltestelle entfernt ist, ist eher egal. Und die Erkennung der Station - so sie notwendig ist - funktioniert über das Öffnen der Türe wahrscheinlich sicherer. Weil halten muß der Bus ggF. auch kurz vor einer Station.

McM

Offline strb

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #4 am: 24.11.2016, 17:20:18 »
Wenn die Tablets für irgendwas gut sind, dann nur, um die Subs zumindest mit Standortdaten und exakten Meterangaben im RBL zu haben. Die Tablets müssen mit dem Tacho verbunden werden können und GPS haben. Also genau dass, was man für das RBL braucht.

Warum "müssen" die Tablets deiner Meinung (oder deinem Wissenstand) nach mit den Tacho verbunden werden?

Für die Position und Geschwindigkeit sollte doch - zumindest wenn es nicht um autonomes fahren geht - GPS vollkommen ausreichen. Ob der Bus nun 10 od 15 Meter von der Haltestelle entfernt ist, ist eher egal. Und die Erkennung der Station - so sie notwendig ist - funktioniert über das Öffnen der Türe wahrscheinlich sicherer. Weil halten muß der Bus ggF. auch kurz vor einer Station.

McM
Wahrscheinlich wird es in der Ausschreibung so gefordert sein 😉
~8166~8986~2055~8529~

Offline Bus33A

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #5 am: 24.11.2016, 17:50:27 »
Wenn die Tablets für irgendwas gut sind, dann nur, um die Subs zumindest mit Standortdaten und exakten Meterangaben im RBL zu haben. Die Tablets müssen mit dem Tacho verbunden werden können und GPS haben. Also genau dass, was man für das RBL braucht.

Warum "müssen" die Tablets deiner Meinung (oder deinem Wissenstand) nach mit den Tacho verbunden werden?

Für die Position und Geschwindigkeit sollte doch - zumindest wenn es nicht um autonomes fahren geht - GPS vollkommen ausreichen. Ob der Bus nun 10 od 15 Meter von der Haltestelle entfernt ist, ist eher egal. Und die Erkennung der Station - so sie notwendig ist - funktioniert über das Öffnen der Türe wahrscheinlich sicherer. Weil halten muß der Bus ggF. auch kurz vor einer Station.

McM
Wahrscheinlich wird es in der Ausschreibung so gefordert sein 😉


1. Ja, es ist in der Ausschreibung so gefordert. Das Tablet muss per Serial-Port an einen Ausgang im Bus für Tachodaten angeschlossen werden können.


2. GPS ist keine gute Quelle für Richtung und Schnelligkeit, dar Distanzen hier immer "Luftlinie" sind, und die Ungenauigkeit auch das ihrige dazu beiträgt, dass auch ein stillstehender Bus auf einem etwa 3m2 Raum hin und her hüpft. Ausserdem müsste man, um die Meterdaten, die das RBL verwendet dann einen Art "Converter" von GPS-Projektion auf Meter schreiben. Das fällt mit den Meter-Daten weg.
Da es auch leichter ist mit fixen Meter-Werten zu arbeiten, ist das System der WL auch für Meter und nicht für GPS-Koordinaten gedacht. Bei purem GPS ist es doch weitaus schwieriger konkrete Daten wie Position entlang einer Strecke und Schnelligkeit zu ermitteln. Natürlich wäre ein ungefähres Berechnen des Standorts mit GPS möglich, aber dann könnten die Busse keine Echtzeiten/Echtmeter für's RBL liefern.


PS: Ich habe mir über sowas schon ein paar Gedanken gemacht. Wenn möglich fasse ich meine Gedanken mal auf einer Seite zusammen...
« Letzte Änderung: 24.11.2016, 17:54:18 von Bus33A »

Offline mcm57

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #6 am: 25.11.2016, 12:31:34 »
Ok, ich nehms zur Kenntnis.
Ich wußte nur nicht, dass das RLB so exakt von den Fahrstrecken abhängt.
<scherz ein> Hoffe die Busse fahren die Kurven immer an derselben stelle und auf derselben Spur. Sonst hängt sich das RLB womöglich auf, wenn einer auf der Außenspur 1m mehr zurücklegt <scherz aus>

Danke jedenfalls für die Info. Tablets mit serieller Schnittstelle hab ich allerdings noch nicht gesehen. Und wer mal mit den USB od. Netzwerk / Seriell Konvertern gespielt hat, weiß das die nicht immer trivial zum funktionieren zu bringen sind. Das schränkt die Anbieter sicher ein.

McM

Offline Bus33A

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #7 am: 25.11.2016, 13:17:33 »
[...]
<scherz ein> Hoffe die Busse fahren die Kurven immer an derselben stelle und auf derselben Spur. Sonst hängt sich das RLB (Anm: RBL) womöglich auf, wenn einer auf der Außenspur 1m mehr zurücklegt <scherz aus>
[...]
McM


Das Problem mit den Kurfenradien gibt es tatsächlich bei solchen Systemen. Auch bei den Ansagen am 92A gab es das Problem, dass wenn ein Bus in eine Station reinfährt, fährt er bis zu 40 M weiter als wenn er auf der Straße durchfährt. Da kam es oft zu verschobenen Ansagen. Also dein Scherz ist ein wahres Problem. Auch beim 28A/29A kam es, bevor die zusätzliche Länge des Kreisverkehrs eingespielt war zu genau dem Problem, dass der Bus laut RBL schon bei der Hawlicekgasse war, obwohl er erst bei der Sebastian-Kohl-Gasse war.
Das war dann auch in Qando so zu sehen, da stand bei Sebastian-Kohl-Gasse dann oft schon der nächste Kurs, obwohl der Bus erst vor der Station bei der Ampel stand.
« Letzte Änderung: 25.11.2016, 13:21:44 von Bus33A »

Offline mcm57

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #8 am: 30.11.2016, 15:08:41 »
Na da würd ich dann mal den Einsatz von GPS empfehlen. Zumindest mein Navi im Auto hat (außer im Tunnel) kein problem eine Kreuzung richtig zu erkennen. Haltestellen fahr ich in der regler nicht an - aber ich glaub, dass das dann wohl auch kein Problem wäre.

Egal - die Techniker der WL bzw. der Lieferfirmen haben da sicher mehr Detailwissen als ich. Aber es ist schön immer wieder hier Details zu erfahren auf die man (bzw. ich) nicht gekommen wäre.

McM

Offline Bus33A

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #9 am: 30.11.2016, 21:49:50 »
Na da würd ich dann mal den Einsatz von GPS empfehlen. Zumindest mein Navi im Auto hat (außer im Tunnel) kein Problem eine Kreuzung richtig zu erkennen. Haltestellen fahr ich in der Regel nicht an - aber ich glaub, dass das dann wohl auch kein Problem wäre.

Egal - die Techniker der WL bzw. der Lieferfirmen haben da sicher mehr Detailwissen als ich. Aber es ist schön immer wieder hier Details zu erfahren auf die man (bzw. ich) nicht gekommen wäre.

McM


Es kommt drauf an, was im Navi eingespeichert ist. Die ganzen Straßen sind ja in der Regel (gerichtete) Graphen, und das GPS (bzw GNS) wird dazu verwendet, dem Routing zu sagen, auf welcher der Kanten, bzw wie nah an einem der Knoten das Gerät grad dran ist. Da es aber hier immer eine leichte Ungenauigkeit gibt muss hier das ganze so programmiert sein, dass eine Routine aus dem ungefähren Standort ermittelt, ob denn das Gerät derzeit auf einer der Kante ist, oder doch am Feld daneben. Wenn das Navi also eine Straße in der Nähe deines Standortes findet, wird die Routine dir sagen, dass du grad auf der Straße bist, selbst wenn du am Feldweg daneben, der nicht im Navi als mögliche Kante eingespeichert ist, bist.


Bei GPS müssen also alle Straßen und Nebenstraßen auf denen der Bus fährt auch drinnen gespeichert sein, und die Routine zum "clippen" der GPS-Position an die jeweiligen Straßen muss dann gut genug sein, dass etwa ein Bus, der etwa eine geteilte Straße erst rauf und dann wieder runter fährt, zu jeder Zeit auf dem korrekten Teil gefunden wird.


Das Navi selber erkennt nicht wirklich die Kreuzung, sondern einen Knotenpunkt, an dem mehrere Kanten wegführen. Man kann natürlich auch eine Haltestelle als "Knoten" setzten, und wenn die Location dann in etwa passt ist man halt "da".


Aber wenn das System dann sagt "Bus ist auf Kilometer 18 und fährt rückwärts", obwohl er erst bei KM 17 ist und nach vor fährt, dann ist, bis der Bus tatsächlich an der Stelle KM18 in die andere Richtung fährt die Echtzeit ein Count-up statt einem Countdown, oder das System würde (wenn die Strecke, die angeblich schon hinter dem Bus liegt als "abgefahren" gehandhabt wird) andauernd die selbe Location senden, bis der Bus dann endlich einen Ort erreicht, der weiter auf der Route ist als unser theoretischer "KM 18". Das führt dann wieder zu so einer extrem langen "WL-Minute" an einigen Haltestellen, während der Bus an den Haltestellen zwischen "KM17" und "KM18" gar nicht angezeigt wird, denn "da ist er ja schon durch".
Linien auf denen sowas dann passieren könnte wäre etwa im "kleinen" die Stichfahrt vom 76A über E-Werk oder der 92B über Zentraltanklager, mit etwas mehr Stationen beim 25A über Süßenbrunn / Sportpark Süßenbrunn oder bei den ganzen Linien die einen ganzen Ring fahren. Da muss das System dann noch mal besser programmiert sein, sodass es ein "abfahren" von KM2-KM20 nicht in einer Sekunde erlaubt. Und da die Software, die die WL verwenden glaub ich von der selben Firma kommt wie der Großteil des RBLs auch, muss man sich da keine Großen Hoffnungen in gute Programmierung machen[size=78%]. [/size] 😒


Also insofern wäre wohl hier ein "stures" Metersystem, mit der Möglichkeit zum "rückschalten" die bessere Lösung. Denn bei einem GPS könnte man zwar die Location auch manuell einstellen, aber beim nächsten "aktualisieren" hast wieder etwas, was gegebenen falls falsch oder halt ungenau ist. Und wenn ich dran denke, dass etwa im Raum Artariastraße ein ziemliches Funkloch ist (auch für GPS), dann ist grad an solchen Orten, wo auch dein Navi "seit 5s keine Verbindung" oder was ähnliches schreiben würde, ein KM-System von Vorteil. Ideal wäre natürlich GPS mit einem im Hintergrund laufenden KM-Zähler als "Fallback". Aber das ist dann halt auch viel mehr Aufwand.

Offline Cracovian_E1

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« Antwort #10 am: 03.04.2017, 15:03:48 »
Bin schon gespannt was dabei herausgekommen ist. 🤔

Offline Tunafish

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Antw:Beschaffung von Android Tablets für den Buseinsatz
« Antwort #11 am: 03.04.2017, 15:31:07 »
Auf ein rein GPS-basiertes System umzustellen wäre wohl die sinnvollste (und weltweit auch verbreitete) Option. Sowas bietet auch dem Betrieb die Möglichkeit, viel genauere Daten zur Fahrplangestaltung und generellen Planung zu erheben als das derzeitige (sehr ungenaue und sehr fehleranfällige) System.

Danke jedenfalls für die Info. Tablets mit serieller Schnittstelle hab ich allerdings noch nicht gesehen. Und wer mal mit den USB od. Netzwerk / Seriell Konvertern gespielt hat, weiß das die nicht immer trivial zum funktionieren zu bringen sind. Das schränkt die Anbieter sicher ein.

Sowas gibts durchaus auch von größeren Herstellern: http://www.gigabyte.us/Tablet/S1080