WESTbahn Management GmbH

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Offline [fpdwl] Schienenchaos

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WESTbahn Management GmbH
« am: 16.12.2010, 21:30:44 »
Zitat
Die SNCF soll 30 Prozent der Anteile an Hans-Peter Haselsteiners Privatbahn übernehmen. 40 Millionen Euro dürfte die Investitionssumme betragen.

Die Rail Holding von Hans-Peter Haselsteiner und Ex-ÖBB-Vorstand Stefan Wehinger, die ab Dezember 2011 den ÖBB auf der Westbahn Konkurrenz machen will, bekommt nun einen starken Unterstützer. So soll laut einem Bericht der „Wiener Zeitung“ schon demnächst die französische Staatsbahn SNCF bei dem Unternehmen einsteigen. „Wir führen mit mehreren Bahngesellschaften Gespräche. Jene mit den SNCF sind am weitesten gediehen“, heißt es dazu von einem Sprecher der operativen Rail Holding-Tochter Westbahn GmbH.  Der Deal soll jedoch bereits fix und fertig ausverhandelt sein und nur noch vom SNCF-Aufsichtsrat am 22. Dezember genehmigt werden müssen. Die Franzosen werden danach über eine Kapitalerhöhung rund 30 Prozent der Anteile der Rail Holding erhalten. Die Investitionssumme dürfte bei knapp 40 Mio. Euro liegen. Der Einstieg bei der Rail Holding ist nicht das erste Investment der SNCF bei einem der neuen privaten Bahn-Unternehmen, die sich aufgrund der bevorstehenden Liberalisierung in Europa bilden. So erwarben die Franzosen bereits im Oktober 2008 um 80 Mio. Euro einen 20-Prozent-Anteil an der von Ex-Fiat-Manager Luca di Montezemolo gegründeten italienischen Privatbahn NTV.

Quelle: Die Presse, Printausgabe 17.12.2010

Offline [fpdwl] Schienenchaos

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[Wiener Zeitung] SNCF steigt bei WESTbahn ein
« Antwort #1 am: 16.12.2010, 21:38:56 »
auch in der WZ ist ein Artikel darüber zu finden:
SNCF steigt bei WESTbahn ein (WZ 16.12.2010)

Offline [fpdwl] D Wagen

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RE: [Wiener Zeitung] SNCF steigt bei WESTbahn ein
« Antwort #2 am: 17.08.2011, 22:16:51 »
Eine kurze Information an alle Interessierten:

Zitat
Original von EBFÖ-User "Stefan Wehinger"
Morgen Donnerstag den 18. August ist ein 15 Minuten Aufenthalt am WESTbahnhof (   ) geplant zwischen 20:04 und 20:18.  Viele WESTbahn Mitarbeiter werden vor Ort sein um Fragen zu beantworten.

Offline FromHell

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RE: [Wiener Zeitung] SNCF steigt bei WESTbahn ein
« Antwort #3 am: 13.09.2011, 16:44:38 »
Zitat
Quelle: wien.orf.at


Private Westbahn auch mit Bussen unterwegs
Ab Dezember wird die private Bahngesellschaft Westbahn Wien und Salzburg verbinden. Dazu wird es auch den Westbus geben. Fünf Busverbindungen werden vorerst angeboten, unter anderem die Linie Wien - Klagenfurt.
            
            
Zwei Verbindungen pro Tag
Zweimal am Tag werden die Busse zwischen Wien und Klagenfurt unterwegs sein, ebenso bei den Verbindungen Graz - Linz, Linz - Prag und Klagenfurt - Salzburg. Bei der Strecke Salzburg - Flughafen München werden viermal am Tag Busse fahren.

Die Fahrten werden vom Busunternehmen Blaguss durchgeführt, das gemeinsam mit der Westbahn den Westbus gegründet hat. Zehn Busse wurden erworben.
            
            
Fahrpläne aufeinander abgestimmt
Die Fahrpläne des Westbusses sind auf die Fahrpläne der Westbahn abgestimmt. "Wir schließen damit vorhandene Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz und reagieren auf eine Ausdünnung des Bahnangebotes" sagte Westbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger.

Der Bahnbetrieb der Westbahn startet am 11. Dezember zwischen Wien und Salzburg. Bis zu 18-mal täglich sind die Züge der Westbahn unterwegs. Weitere Strecken sind vorerst nicht geplant, derzeit sind drei Testgarnituren unterwegs.
            
            
Österreichische Mehrheit soll bleiben
Vor wenigen Wochen ist die französische Staatsbahn SNCF mit 26 Prozent bei der Westbahn eingestiegen. Hans-Peter Haselsteiner, dem 22 Prozent gehören, meinte, dass auch bei künftigen Kapitalerhöhungen die österreichische Mehrheit erhalten bleiben wird.

Die Behörden hätten die Westbahn bisher fair behandelt, die Nagelprobe seien die Trassenverhandlungen gewesen. Diese habe die Westbahn erfolgreich abschließen können, "ohne dass wir künftig in der Pampa oder auch in Amstetten neun Minuten stehen bleiben müssen".

Im Gegensatz zu den ÖBB, die im Personenverkehr ihre Preise nach dem Vorbild von Airlines unterschiedlich machen will, will die Westbahn an einem Einheitstarif festhalten. Bei den Tickets will sich die private Bahn am halben Preis der zweiten ÖBB-Klasse orientieren.

Offline 38ger

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RE: [Wiener Zeitung] SNCF steigt bei WESTbahn ein
« Antwort #4 am: 14.09.2011, 15:16:03 »
Zitat
Original von FromHell
Zitat
Quelle: wien.orf.at


Private Westbahn auch mit Bussen unterwegs
Ab Dezember wird die private Bahngesellschaft Westbahn Wien und Salzburg verbinden. Dazu wird es auch den Westbus geben. Fünf Busverbindungen werden vorerst angeboten, unter anderem die Linie Wien - Klagenfurt.
            
            
Zwei Verbindungen pro Tag
Zweimal am Tag werden die Busse zwischen Wien und Klagenfurt unterwegs sein, ebenso bei den Verbindungen Graz - Linz, Linz - Prag und Klagenfurt - Salzburg. Bei der Strecke Salzburg - Flughafen München werden viermal am Tag Busse fahren.

Die Fahrten werden vom Busunternehmen Blaguss durchgeführt, das gemeinsam mit der Westbahn den Westbus gegründet hat. Zehn Busse wurden erworben.
            
            
Fahrpläne aufeinander abgestimmt
Die Fahrpläne des Westbusses sind auf die Fahrpläne der Westbahn abgestimmt. "Wir schließen damit vorhandene Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz und reagieren auf eine Ausdünnung des Bahnangebotes" sagte Westbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger.

Der Bahnbetrieb der Westbahn startet am 11. Dezember zwischen Wien und Salzburg. Bis zu 18-mal täglich sind die Züge der Westbahn unterwegs. Weitere Strecken sind vorerst nicht geplant, derzeit sind drei Testgarnituren unterwegs.
            
            
Österreichische Mehrheit soll bleiben
Vor wenigen Wochen ist die französische Staatsbahn SNCF mit 26 Prozent bei der Westbahn eingestiegen. Hans-Peter Haselsteiner, dem 22 Prozent gehören, meinte, dass auch bei künftigen Kapitalerhöhungen die österreichische Mehrheit erhalten bleiben wird.

Die Behörden hätten die Westbahn bisher fair behandelt, die Nagelprobe seien die Trassenverhandlungen gewesen. Diese habe die Westbahn erfolgreich abschließen können, "ohne dass wir künftig in der Pampa oder auch in Amstetten neun Minuten stehen bleiben müssen".

Im Gegensatz zu den ÖBB, die im Personenverkehr ihre Preise nach dem Vorbild von Airlines unterschiedlich machen will, will die Westbahn an einem Einheitstarif festhalten. Bei den Tickets will sich die private Bahn am halben Preis der zweiten ÖBB-Klasse orientieren.

Ich hab' ja prinzipiell nichts gegen Konkurrenz, aber wenn's auf Kosten der Qualität geht, dann bin ich dagegen! Wie kommt man (als "Bahnbetreiber wohlgemerkt!) nur auf die Idee Linz-Graz nicht auf der Bahn anzubieten? Und darauf Strecken die bereits im 2-Stunden-Takt und ohne Umsteigen von der Bahn angeboten werden mit dem Bus anzubieten und das nur 2 mal täglich? Ich wünsche dem Projekt den Erfolg, den es verdient, also möglichst keinen!
Unfassbar!

EDIT:
kurzer Vergleich von den österreichischen Verbindungen des WESTbus und der ÖBB:

Wien - Klagenfurt
WESTbus:      2*täglich,      3h55,                    29 Euro
(ab Wien Erdberg?)
ÖBB:             8*täglich,      3h44 bis 4h06,       23,80 Euro(mit Vorteilscard)
(je 1* 3h44 und 4h06, 6* 3h52)

Graz - Linz (bei den ÖBB nur mit 1*umsteigen)
WESTbus:      2*täglich,      2h40,                    19 Euro
ÖBB:             7*täglich,      3h15 bis 3h 46,      18,90 Euro (mit Vorteilsticket)
(je 1* 3h15, 3h22, 3h25 und 3h46, 3* 3h 26)

Klagenfurt - Salzburg
WESTbus:      2*täglich,      2h55,                    19 Euro
ÖBB:             7*täglich,      3h02 bis 3h19,       17,70 Euro (mit Vorteilscard)
(je 1* 3h04, 3h05, 3h17 und 3h19; 3* 3h02)

und der anderen zwei Verbindungen:

Linz - Prag (bei der Bahn teilweise mit 1* Umsteigen)
WESTbus:      2*täglich,      3h50,                     19 Euro
Bahn:            1*tgl. direkt,  5h05,                     29,50 Euro (mit Vorteilscard)
Bahn:            3*tgl. 1Umst., 5h19, 5h26, 5h32,  29,50 Euro (mit Vorteilscard)

Salzburg - Flughafen München (bei der Bahn nur mit 1* Umsteigen)
WESTbus:      4*täglich,         2h40,                  29 Euro
Bahn:            31*tgl. 1Umst., 2h24 bis 2h47,     28,50 Euro (mit Vorteilscard)

FAZIT:
Deutlich schneller als die Bahn ist der WESTbus nur auf der Verbindung Graz - Linz und Linz - Graz, auf den anderen Verbindungen ist die Bahn in vielen Fälen schneller!
Von Linz nach Prag gibt es mit der Bahn nur 4*täglich eine Verbindung, immer noch doppelt soviele, wie der WESTbus!
Von Linz nach Prag ist der WESTbus mit 19 Euro um 10,50 billiger, als die Bahn, auf allen anderen Verbindungen ist man mit der Vorteilscard bei der Bahn etwas billiger, wobei man mit der neuen Sparschiene der ÖBB auch ohne Vorteilscard noch günstiger unterwegs sein kann, wenn man etwas langfristiger bucht!

Gerade bei den Verbindungen Klagenfurt - Salzburg und Wien - Klagenfurt darf man also gespannt sein, ob sie großen Zuspruch finden werden ... aber auch das Ziel München Flughafen ist fragwürdig und ich behaupte, dass das ohne eine Station im München selbst nichts werden kann, aber den genauen Fahrplan kennt man ja noch nicht ...

Offline [fpdwl] monolith

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« Antwort #5 am: 15.09.2011, 12:18:14 »
Ich halte von der WESTBahn aber sowas von überhaupt nichts. Meiner Meinung ist das gegenüber den ÖBB eine Frechheit, die Privaten Bahnen suchen sich die profitabelsten Strecken heraus, während die Nebenbahnen und Regionalverkehre links liegen gelassen werden (und so von den ÖBB betrieben werden müssen). Dass dann die privaten schwarze Zahlen schreiben werden und die ÖBB rote, ist auch keine große Überraschung mehr!  👎

Meine Meinung: Privatbahnen okay, aber dann müssen sie sich in der einen oder anderen Form am nichtprofitablen Verkehr beteiligen!

Offline FromHell

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« Antwort #6 am: 15.09.2011, 15:31:38 »
Zitat
Original von monolith

Meine Meinung: Privatbahnen okay, aber dann müssen sie sich in der einen oder anderen Form am nichtprofitablen Verkehr beteiligen!

Das wäre zwar sehr schön, jedoch glaube ich kaum, dass das je eintreten wird. Denn jenes Privatunternehmen, das freiwillig auch unrentable Strecken betreibt, musst du mir erst mal zeigen. Bei denen geht es ja heutzutage überall leider nur mehr um die Profitmaximierung, moralische Grundsätze haben Unternehmer unserer modernen, "zivilisierten" Welt ja kaum mehr...  🙁

Offline [fpdwl] Schienenchaos

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« Antwort #7 am: 15.09.2011, 19:15:14 »
Wenn allerdings ein privater Anbieter unrentable Strecken betreiben müsste, wäre das Unternehmen, so es keine Förderung von Bund oder Land erhält, binnen kürzester Zeit insolvent.
Der Nahverkehr ist (und bleibt) Sache des Bundes/Landes, da er kaum wirtschaftlich zu betreiben ist. Jetzt müssten sich die Regierungen nur klar werden, was ihnen die Infrastruktur Österreichs, auch abseits von "konjunkturbelebenden Maßnahmen", wert ist.

Offline SchienenWolf

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« Antwort #8 am: 17.09.2011, 15:12:57 »
Es ist halt leider so, daß wir in einer Zeit leben, wo Gewinnmaximierung das höchste Ziel des wirtschaftlichen Handelns ist - anderes Beispiel wäre z.Bsp. die Post; jetzt gibt es private Paketzusteller, und demnächst auch private Briefzusteller. Die Post schließt ein Postamt nach den anderen, wenn man das Glück hat, in einer Großstadt zu leben, dann hat man vllt. einen Paketshop in der Nähe-wenn man allerdings am Land wohnt, und einem das Postamt zugesperrt wird, hat man ein Problem (ein Privater wird sicherlich NICHT am Land zu jeden einzelnen Bauernhaus hinfahren,und dazwischen viele "leere" Kilometer"fressen" wie es die Briefträger am Land-noch-machen).
Auch sogar bei mir im 21ten Bezirk soll jetzt das Postamt Scheffelgasse/Ecke Kinzerplatz wegen "mangelnder Frequenz" geschlossen werden. Es sind hier immer 2 oder 3 Schalter besetzt, und man muß trotzdem Wartezeiten einrechnen-trotzdem ist das Postamt anscheinend nicht mehr profitabel genug.
Wenn man nach der Devise "Mehr Privat, weniger Staat" agiert, darf man sich nicht wundern, daß eben dann nur mehr profitable Sachen angeboten werden.
Ich kann mich nur zu gut an die 1980er/1990er Jahre erinnern, wo sich (fast) jeder Mensch zum Wirtschaftsexperten berufen fühlte und lauthals nach Privatisierung schrie.

Offline 29er

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RE: [Wiener Zeitung] SNCF steigt bei WESTbahn ein
« Antwort #9 am: 17.09.2011, 17:21:48 »
Zitat
Original von 38ger
Von Linz nach Prag ist der WESTbus mit 19 Euro um 10,50 billiger, als die Bahn, auf allen anderen Verbindungen ist man mit der Vorteilscard bei der Bahn etwas billiger [...]
Linz - Praha - Linz kostet hin und retour halt nicht 2x 29,50 € sondern nur 55 €, was allerdings immer noch teuerer als der WESTbus ist.

Salzburg - Flughafen München (bei der Bahn nur mit 1* Umsteigen)
WESTbus: 4*täglich, 2h40, 29 Euro Bahn: 31*tgl. 1Umst., 2h24 bis 2h47, 28,50 Euro (mit Vorteilscard)

Bei der Destination Salzburg - München kann man sich aber auch das Bayernticket um 21 € nehmen - das ist dann schon ziemlich wurscht ob man mit dem Regionalzug eine Viertel Stunde länger fährt.

EDIT Webmaster: IMG-Tag entfernt, ich nehme an, du wolltest es fett schreiben?

Offline [fpdwl] umweltretter

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Verbundtickets, München, Anschlussbusse
« Antwort #10 am: 20.09.2011, 22:29:08 »
Zitat
http://www.noen.at/news/verkehr/WESTbahn-droht-der-Ausschluss;art3892,347476

19.09.2011 | 00:00
WESTbahn droht der Ausschluss

STREIT UM PENDLER-TICKETS / Aufnahme der WESTbahn in Verkehrsverbünde auf Kippe. Halte in Salzburg & München?

VON HEINZ BIDNER

WESTbahn-Chef Stefan Wehinger bläst weiter rauer Wind ins Gesicht. Am 11. Dezember will der private ÖBB-Konkurrent zwar seine neue Bahnverbindung zwischen Wien und Salzburg starten. Nach wie vor hängen aber wesentliche Erfolgsfaktoren am seidenen Faden.

Dazu zählen angestrebte Kooperationen mit Verkehrsverbünden. Sie regeln, dass man in ihrem regionalen Geltungsbereich über einheitliche Tarife mit einem Fahrschein jedes öffentliche Verkehrsmittel auf seinem Weg nutzen kann – wichtig vor allem für Pendler mit Zeitkarten. Im Gegenzug bekommen die Öffi-Betreiber von den Verbünden Ausgleichszahlungen.

WESTbahn mit Salzburgern  & Ostösterreichern im Clinch

Während man laut WESTbahn mit dem Verkehrsverbund in OÖ längst einen Vertrag hat, sträuben sich weiterhin die Salzburger und Ostösterreicher. Für Bahnpendler zwischen Wien und St. Pölten würde das etwa bedeuten, dass sie mit ihren Zeitkarten nur bei den ÖBB einsteigen könnten oder ein eigenes WESTbahn-Ticket kaufen müssten.

Wie berichtet, stößt man sich im zuständigen Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der den Ländern NÖ, Wien und Burgenland gehört, am Preissystem der WESTbahn. Sie will bei Einzeltickets von Haus aus die günstigen ÖBB-Vorteilscard-Tarife anbieten. Es müssten aber grundsätzlich die Verbundtarife zur Anwendung kommen, so der VOR.

WESTbahn-Chef und Ex-ÖBB-Vorstand Stefan Wehinger vermutet hinter der ablehnenden Haltung vielmehr das Konkurrenzdenken der ÖBB, die neben den Wiener Linien der wichtigste VOR-Partnerbetrieb sind.

„Wir wollen nicht schlechter behandelt werden als die ÖBB“, meint Wehinger. Sollte sich in der Causa nichts tun, werde er in den nächsten Wochen in breiter medialer Öffentlichkeit Antworten einfordern. Es könne nicht im Interesse der Öffentlichkeit sein, dass man ein Unternehmen ausschließe.

„Die ÖBB stehen diesen Verhandlungen neutral gegenüber und haben keinerlei Vorbehalte hinsichtlich eines Beitrittes eines Mitbewerbers in den Verkehrsverbund“, heißt es dazu von Seiten der ÖBB. Nachsatz: „ Klar ist aber auch, dass für alle die gleichen Spielregeln gelten müssen.“

Wie im Falle einer Nichtaufnahme im VOR ein „Plan B“ aussieht, will Wehinger nicht erörtern. Aus informierten Kreisen ist aber von einem billigeren eigenen Zeitkartensystem zu hören.

München 2012 im Visier,  WESTbus für St. Pölten

Auch in der Stadt Salzburg läuft für Wehinger nicht alles nach Plan. So kann er dort seine Züge wegen des Hauptbahnhof-Umbaus nicht über Nacht abstellen. Eine der möglichen Alternativen, wie er der NÖN bestätigt, ist nun das Übernachten im bayrischen Grenzort Freilassing.

Damit könnten die Züge noch ab heuer auch die drei Stationen zwischen der Grenze und dem Hauptbahnhof mitbedienen. „Das ist eine Option“, hält sich Wehinger angesichts laufender Verhandlungen bedeckt.

Mit der jedenfalls angestrebten deutschen Zulassung hat der Bahnmanager jedoch viel Größeres im Sinn: „München war immer ein Thema.“ Ein Halt wäre dort frühestens 2012 spruchreif.

-->

Was Wehinger ebenfalls weiter ausbauen möchte, ist das neue Buszubringersystem WESTbus – ein Gemeinschaftsprojekt mit Blagus. Mit fünf Fernbuslinien sollen Fahrgäste zu den Bahnknoten Wien, Linz und Salzburg gebracht werden. Weitere Linien sind im Gespräch. Anschlussverbindungen für St. Pölten wären „absolut ein Thema“, so Wehinger – vielleicht noch heuer.

Offline 95B

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RE: Verbundtickets, München, Anschlussbusse
« Antwort #11 am: 21.09.2011, 08:31:55 »
Zitat
http://www.noen.at/news/verkehr/WESTbahn-droht-der-Ausschluss;art3892,347476
Wie berichtet, stößt man sich im zuständigen Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der den Ländern NÖ, Wien und Burgenland gehört, am Preissystem der WESTbahn. Sie will bei Einzeltickets von Haus aus die günstigen ÖBB-Vorteilscard-Tarife anbieten. Es müssten aber grundsätzlich die Verbundtarife zur Anwendung kommen, so der VOR.
Ist doch kein Problem: Grundsätzlich gilt der Verbundtarif, aber mit der WESTbahnCARD (oder wie auch immer man so eine Karte nennen mag) hat man Anspruch auf den billigeren Haustarif. Das ist genau wie bei den ÓBB - und wenn die WESTbahn für ihre Vorteilskarte nicht 99 Euro verlangt, sondern 0 Euro, ändert sich am System ja nichts. Wer also beim Ticketkauf keine WESTbahnCARD hat, bekommt eine solche kostenlos vom Schaffner. 😎
Hier entsteht eine neue Signatur. Bitte um etwas Geduld.

Offline [fpdwl] darkweasel

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RE: Verbundtickets, München, Anschlussbusse
« Antwort #12 am: 21.09.2011, 08:34:04 »
Zitat
Original von 95B
Zitat
http://www.noen.at/news/verkehr/WESTbahn-droht-der-Ausschluss;art3892,347476
Wie berichtet, stößt man sich im zuständigen Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der den Ländern NÖ, Wien und Burgenland gehört, am Preissystem der WESTbahn. Sie will bei Einzeltickets von Haus aus die günstigen ÖBB-Vorteilscard-Tarife anbieten. Es müssten aber grundsätzlich die Verbundtarife zur Anwendung kommen, so der VOR.
Ist doch kein Problem: Grundsätzlich gilt der Verbundtarif, aber mit der WESTbahnCARD (oder wie auch immer man so eine Karte nennen mag) hat man Anspruch auf den billigeren Haustarif. Das ist genau wie bei den ÓBB - und wenn die WESTbahn für ihre Vorteilskarte nicht 99 Euro verlangt, sondern 0 Euro, ändert sich am System ja nichts. Wer also beim Ticketkauf keine WESTbahnCARD hat, bekommt eine solche kostenlos vom Schaffner. 😎
Wobei die WESTcard eben nur bis zu einem bestimmten Termin kostenlos ist.

Offline [fpdwl] P.S.38

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« Antwort #13 am: 21.09.2011, 13:57:29 »
Der Westbahn Fahrplan ist online

Wien-Salzburg

Salzburg-Wien

Von wegen Stundentakt 🙄

Offline FromHell

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« Antwort #14 am: 21.09.2011, 15:55:59 »
Und hier noch ein anderer Bericht bezüglich dem Thema:

Zitat
Quelle: orf.at

Kein Ticket-Verbund: WESTbahn kritisiert ÖBB
Ab 11. Dezember bekommen die ÖBB zwischen Wien und Salzburg massive Konkurrenz durch die Firma WESTbahn, die äußerst günstig anbieten will. Sie kritisiert die ÖBB, weil diese sich weigern, Tickets gegenseitig anzuerkennen.

Die WESTbahn-Gesellschaft des Kärntner Bauunternehmers Hanspeter Haselsteiner wird die Städteverbindung mit eigenen Triebwagen bedienen. Man werde versuchen, durch eine Kombination von guten Services und ansprechenden Fahrplänen zu punkten, sagt Haselsteiner. Dem Vernehmen nach sei im Lauf des Jahres 2012 auch an die Einführung von Nachtzügen in beiden Richtungen gedacht - bisher eine Marktlücke.

ÖBB-Halbpreis als Normaltarif bei WESTbahn
Haselsteiners Geschäftsführer Stefan Wehinger verweist auf eine grundlegende Strategie des Newcomers: „Wir orientieren uns prinzipiell am halben Preis der ÖBB. Was diese am Automaten als Halbpreis-Karte verkaufen, das ist unser Hauspreis für Erwachsene. Kinder bis 16 Jahre fahren bei uns prinzipiell frei - in Begleitung eines Erwachsenen.“

Wenn Kinder allein auf die Reise gehen müssen, was auch vorkomme, dann werde man aus statistischen Gründen einen symbolischen Euro als Fahrpreis zwischen Wien und Salzburg und umgekehrt verlangen, sagt Wehinger.

Kritik an ÖBB: „Leider kein Karten-Verbund“
Im Vorfeld der Inbetriebnahme der neuen Verbindungen gibt es Kritik am Konkurrenten ÖBB, auf dessen Strecken gegen Entgelt auch die Privaten fahren.

Die ÖBB seien bisher nicht bereit , eine gegenseitige Anerkennung der Fahrkarten zu akzeptieren, heißt es bei WESTbahn. Bei der Deutschen Bahn sei das beispielsweise mit privaten Betreibern seit langem eine gute Praxis.

Offline 38ger

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« Antwort #15 am: 21.09.2011, 19:35:06 »
Zitat
Original von FromHell
Und hier noch ein anderer Bericht bezüglich dem Thema:

Zitat
Quelle: orf.at

Die WESTbahn-Gesellschaft des Kärntner Bauunternehmers Hanspeter Haselsteiner wird die Städteverbindung mit eigenen Triebwagen bedienen. Man werde versuchen, durch eine Kombination von guten Services und ansprechenden Fahrplänen zu punkten, sagt Haselsteiner. Dem Vernehmen nach sei im Lauf des Jahres 2012 auch an die Einführung von Nachtzügen in beiden Richtungen gedacht - bisher eine Marktlücke.

[...]

Kinder bis 16 Jahre fahren bei uns prinzipiell frei - in Begleitung eines Erwachsenen.“

Wenn Kinder allein auf die Reise gehen müssen, was auch vorkomme, dann werde man aus statistischen Gründen einen symbolischen Euro als Fahrpreis zwischen Wien und Salzburg und umgekehrt verlangen, sagt Wehinger.


Was man wohl unter Nachtzügen verstehen darf bei einem Unternehmen dessen letzter Zug von Wien nach Salzburg um 18h30 fährt?

Unter 16jährige um nur je 1€ von Wien nach Salzburg und zurück? Das ist sicherlich für viele Eltern eine billige Alternative zu vergleichsweise teureren Kindergärten und Horten! Auf den Geräuschpegel und den Hosenscheißgeruch, der durch den Zug wehen wird darf man gespannt sein!  😀

Offline VT 5081

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« Antwort #16 am: 21.09.2011, 19:49:04 »
Zitat
Original von 38ger
Unter 16jährige um nur je 1€ von Wien nach Salzburg und zurück? Das ist sicherlich für viele Eltern eine billige Alternative zu vergleichsweise teureren Kindergärten und Horten! Auf den Geräuschpegel und den Hosenscheißgeruch, der durch den Zug wehen wird darf man gespannt sein!  😀
Wenn man dann noch jemanden zum "buchmäßigen" Abholen am Zielort (und zur umgehenden Abgabe des kleinen Fahrgasts für die Rückfahrt) findet, ist der Plan perfekt! *fg*

Beste Grüße
VT

EDIT: Tipp-Ex
"Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten." (Sallust)

Offline [fpdwl] darkweasel

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« Antwort #17 am: 21.09.2011, 20:03:36 »
Zitat
Original von 38ger
Unter 16jährige um nur je 1€ von Wien nach Salzburg und zurück? Das ist sicherlich für viele Eltern eine billige Alternative zu vergleichsweise teureren Kindergärten und Horten! Auf den Geräuschpegel und den Hosenscheißgeruch, der durch den Zug wehen wird darf man gespannt sein!  😀
Nein, der Teil widerspricht den Tarifbestimmungen.

Offline [fpdwl] umweltretter

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« Antwort #18 am: 21.09.2011, 20:07:31 »
Zitat
Original von P.S.38
Von wegen Stundentakt 🙄
Den wird es erst mit Eröffnung des Wienerwaldtunnels geben, hat Stefan Wehinger kürzlich erklärt.

Offline [fpdwl] P.S.38

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« Antwort #19 am: 21.09.2011, 20:36:31 »
Zitat
Original von umweltretter
Zitat
Original von P.S.38
Von wegen Stundentakt 🙄
Den wird es erst mit Eröffnung des Wienerwaldtunnels geben, hat Stefan Wehinger kürzlich erklärt.
Ach so