Type B

Beschreibung

682 im Einsatz auf der Linie 1 in der Station Marienbrücke.

Im November 1992 fiel die Entscheidung zu Gunsten der SGP Simmering (heute Siemens) zum Bau der neuen Wiener Niederflurstraßenbahn "ULF". Die Abkürzung ULF steht für "Ultra Low Floor". Bei der Type B handelt es sich um die lange, 35 m lange Version des ULF mit der offiziellen Bezeichnung ULF 197-6. Die kurze Version wird als Type A bezeichnet.

Die Niederflurstraßenbahn ULF hat durch ihre Konstruktion ohne Drehgestelle, die weltweit niedrigste Einstiegshöhe von 19 cm erreicht. Durch eine Einzelradaufhängung kann ein durchgehend ebener Wagenboden ohne Stufen oder Rampen im Inneren realisiert werden. Nach einem Versuchsträger kam es im Mai 1995 zum Rollout der ersten beiden Prototypen. Bei den folgenden Probefahrten wurden einige Kinderkrankheiten festgestellt, die in der Serienfertigung behoben werden sollten. Der Prototyp des kurzen ULF stand weiterhin im Fahrgasteinsatz und wurde 2001 an Siemens zurückgegeben, wo die Angleichung an die Serienwagen erfolgte. Im Oktober 2002 nahm der "neue" Prototyp Nr. 601 wieder seinen Betrieb auf, wobei es sich praktisch um einen Neubau handelt.

Verspätet kam dann im Jahr 1998 das erste Serienfahrzeug der langen Generation zur Auslieferung welches nach langem Zulassungsverfahren im Juni 1998 in Betrieb gehen konnte. Wegen geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen kam es 2001 zu Problemen mit der Zulassung, wodurch Fahrzeuge monatelang einsatzbereit auf Halde standen.

Ab der Betriebsnummer 639 erhielten die Fahrzeuge serienmäßig einen Außenspiegel, ein drittes Spitzensignal und ein zweites Blinkerpaar. Später wurden auch die älteren Fahrzeuge mit einem Außenspiegel und einem Spitzensignal ausgestattet. Ab der Betriebsnummer 656 erhielten die Fahrzeuge LCD- statt Matrixanzeigen. Ab der Betriebsnummer 663 erhielten die Fahrzeuge serienmäßig einen dünkleren Fußboden sowie einen leicht veränderten Außenspiegel. Ab der Betriebsnummer 677 bekommen alle ULF-Garnituren serienmäßig eine manuelle Klapprampe statt der automatischen Klapprampe bei Tür 1 eingebaut. Mittlerweile erhalten die Fahrzeuge optische und akustische Türschließeinrichtungen, neue LED-Anzeigen in oranger Farbe sowie auch alle älteren Fahrzeuge eine neue manuelle Klapprampe statt der automtischen Rampe.


Infobox
In Betrieb seit:1995 (Prototyp), 1998 (Serienwagen)
Nummernbereich:601-701
Klimaanlage:nein
Niederflur:ja
Einsatz auf den Linien:
(regelmäßig, aber nur einzelne Kurse), [sporadische Einsätze]
D, 1, 2, 5, 6, 18, 25, 26, 31, 38, 40, 41, 43, 49, 60, 67, 71
Stationiert in Sektoren:Nord, Mitte, Süd, West
Aktueller Wagenstand:
101
in Betrieb:101
noch nicht in Betrieb:0
abgestellt:0